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Inhalt archiviert am 2023-01-01

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Bericht: Europäer sind bei Firmengründungen weniger risikofreudig als Amerikaner

Aus einer Untersuchung von EOS Gallup Europe im Auftrag der Europäischen Kommission geht hervor, dass Europäer zurückhaltender als US-Amerikaner sind, wenn es um die Gründung einer eigenen Firma geht. Im Rahmen der Flash-Eurobarometer-2001-Umfrage über den Unternehmergeist in...

Aus einer Untersuchung von EOS Gallup Europe im Auftrag der Europäischen Kommission geht hervor, dass Europäer zurückhaltender als US-Amerikaner sind, wenn es um die Gründung einer eigenen Firma geht. Im Rahmen der Flash-Eurobarometer-2001-Umfrage über den Unternehmergeist in Europa und den USA wurden im September 2001 mehr als 8000 Europäer und 500 US-Amerikaner befragt. Aus der Umfrage ergaben sich deutliche Unterschiede im Bereich der Risikobereitschaft. Zwar ist sich die große Mehrheit der Befragten in der EU und den USA einig, dass Unternehmer, deren neue Firma gescheitert ist, eine neue Chance erhalten sollten, doch sind 48 Prozent der Europäer gegenüber nur 37 Prozent der Amerikaner der Ansicht, dass eine Unternehmensgründung nur dann sinnvoll ist, wenn eine geschäftliche Perspektive besteht. Zudem ist in den USA eine weit größere Bereitschaft zur Selbstständigkeit festzustellen. 59 Prozent der Befragten sehen darin eine interessante Alternative - in Europa sind es nur 48 Prozent. Hier hat seit der Umfrage im Jahr 2000, bei der die meisten Europäer noch sagten, sie wären lieber selbstständig als angestellt, ein deutlicher Sinneswandel stattgefunden. Die Untersuchung belegt außerdem, dass Männer und junge Erwachsene unter 25 eher zur Selbstständigkeit neigen. In Europa und den USA haben gleichviel Menschen bereits daran gedacht, eine eigene Firma zu gründen oder eine Firma zu übernehmen. Wenn es aber um die Umsetzung geht, liegen die USA wieder vorne: Dort haben 21 Prozent der Befragten bereits ein Unternehmen gegründet oder übernommen, während es in Europa nur 17 Prozent waren. Rund 34 Prozent der befragten EU-Bürger, aber nur 30 Prozent der Amerikaner gaben an, sie hätten bisher weder das eine noch das andere vorgehabt. Innerhalb der EU sind die Südeuropäer und die Iren am ehesten bereit, sich selbstständig zu machen. Finnland und Dänemark weisen mit 25 bzw. 24 Prozent der Befragten die höchsten Quoten in diesem Bereich auf. Ferner ergab die Erhebung, dass sowohl Europäer als auch US-Amerikaner, vorausgesetzt, sie hätten die Mittel dazu, eher ein eigenes Unternehmen gründen als ein bestehendes Unternehmen übernehmen würden. In dieser Hinsicht empfinden sowohl die Umfrageteilnehmer in der Europäischen Union als auch in den Vereinigten Staaten die mangelnde finanzielle Förderung als Haupthindernis für den Schritt in die Selbstständigkeit. Innerhalb der EU schreckt die unzureichende finanzielle Unterstützung Finnen und Niederländer am wenigsten und Südeuropäer am meisten ab. Gleich danach rangieren bürokratische Hürden, die insbesondere von Italienern, Portugiesen, Franzosen und Schweden genannt werden. Wie die Umfrage zeigt, halten zahlreiche Europäer unternehmerische Initiative für nicht erlernbar. Allerdings sind Europäer eher als US-Amerikaner bereit, entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen zu besuchen.

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