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Inhalt archiviert am 2023-01-01

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Überwachung der Eisdecke durch die ESA hilft eingeschlossenen Schiffen

Die für die Ozeane und deren Eisdecke zuständige Abteilung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) beobachtet seit längerem die Bewegung einer ungewöhnlich mächtigen Packeisschicht in der Antarktis, in der mehrere Versorgungsschiffe für Forschungsstationen eingeschlossen s...

Die für die Ozeane und deren Eisdecke zuständige Abteilung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) beobachtet seit längerem die Bewegung einer ungewöhnlich mächtigen Packeisschicht in der Antarktis, in der mehrere Versorgungsschiffe für Forschungsstationen eingeschlossen sind. Die Magdalena Oldendorff, ein Versorgungsschiff für die Polarregion, wurde auf der Rückkehr von einer russischen Polarstation mehr als einen Monat lang im Eis eingeschlossen. Noch vor wenigen Monaten konnte das britische Schiff RRS Ernest Shackleton seine Versorgungsfahrt zu dem abseits gelegenen Halley-Eisschelf auf Grund der ungewöhnlichen Eisbedingungen des vergangenen antarktischen Sommers nicht fortsetzen. "Obwohl die Shackleton für Eisgang ausgelegt ist, konnte sie nicht zu Halley vordringen, da das Packeis in der östlichen Weddell-See ungewöhnlich dicht war", erklärte Mark Drinkwater von der ESA. "Dies ist insofern von Bedeutung, da dies in den 44 Jahren, seit es die Station auf Halley gibt, zum ersten Mal passiert ist." Aus den Daten der ESA über die Ozeane und deren Eisdecke ging hervor, dass das Packeis, das im Sommer normalerweise schmilzt, in diesem Jahr mächtiger und fester war. Solche Beobachtungen sind auf Grund der Dunkelheit und der Wolkendecke nur selten möglich, doch mit Mikrowellen-Radars ausgestattete Instrumente, wie sie an Bord der ESA-Satelliten ERS-2 und Envisat zu finden sind, sehen auch dort, wo gewöhnliche Kameras nichts mehr erkennen. Diese Instrumente schicken Radarwellen auf die Eisoberfläche und zeichnen anschließend die an den Satelliten zurückgeworfenen Signale auf. Die ESA beobachtet die Eisdecke, weil sie einen wichtigen Faktor für das Klima und den Klimawandel darstellt. Eis ist ein guter Isolator und hemmt den Wärmeaustausch zwischen dem relativ warmen Meer und der kalten Atmosphäre. Wenn sich eine Eisdecke bildet, hat dies auch Auswirkungen auf die Meeresströmungen. Die Überwachung der Eisdecken der Ozeane durch die ESA dürfte noch genauer werden, wenn der Erdbeobachtungssatellit Cryosat im April 2004 erstmals Daten liefert. Cryosat wurde speziell für die Erdbeobachtung konzipiert und ausgelegt und wird Routinebeobachtungen der Eisbedingungen durchführen, indem er die Eisdicke und -topographie misst.

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