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Bericht der Kommission entdeckt "Vertrauenslücke" im elektronischen Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen

Einem Bericht der GD Unternehmen der Europäischen Kommission zufolge schreckt in manchen Fällen mangelndes Vertrauen Unternehmen immer noch davon ab, auf e-Märkten - Foren, auf denen Waren und Dienstleistungen online gehandelt werden - tätig zu werden. Angesichts der gestieg...

Einem Bericht der GD Unternehmen der Europäischen Kommission zufolge schreckt in manchen Fällen mangelndes Vertrauen Unternehmen immer noch davon ab, auf e-Märkten - Foren, auf denen Waren und Dienstleistungen online gehandelt werden - tätig zu werden. Angesichts der gestiegenen Preistransparenz u.a. auf Grund der Euro-Einführung ist die Kommission der Meinung, dass e-Märkte zur Verwirklichung des Binnenmarkts beitragen können, da sie zu mehr Auswahl beitragen und grenzüberschreitende Bestellungen erleichtern. Der Bericht der GD Unternehmen geht auf eine Umfrage unter den verschiedenen Akteuren der e-Märkte zurück. Während der Konsultation ergaben sich im Großen und Ganzen zwei Ansichten. Handelsverbände und -kammern, Unternehmen und "Trust Operators" (unabhängige Sachverständige) zweifeln an der Sicherheit und Vertraulichkeit sensibler Daten. Die meisten Befragten beunruhigt außerdem, dass eindeutige Angaben zu den Auftragsbedingungen und dem Geschäftsablauf fehlen und Unsicherheiten bezüglich der Streitbeilegung bestehen. Die Betreiber von e-Märkten vertreten jedoch den Standpunkt, dass gerade zu diesen Fragen auf ihren Websites eine Menge Informationen bereitstehen. Die Kommission kam daher zu dem Schluss, dass zwischen den beiden Gruppen auf Grund der unterschiedlichen Einschätzungen der Wirksamkeit der vertrauensbildenden Maßnahmen auf e-Märkten eine "Vertrauenslücke" besteht. Nur 35,7 Prozent der befragten Akteure der e-Märkte gaben an, sie hätten einen eigenen Verhaltenskodex aufgestellt oder sich einem solchen unterworfen. Andererseits halten praktisch alle Befragten einen solchen Kodex für ein wirksames Mittel zur Verbesserung des Vertrauens in e-Märkte. Ferner begrüßen sie das Vorhaben der Kommission, europaweite Leitlinien für Verhaltenskodizes festzulegen. Die beiden befragten Gruppen sind mehrheitlich (zu jeweils über 90 Prozent) mit dem Vorschlag der Kommission einverstanden, eine "Interessenvertretergruppe" zu gründen, die über Leitlinien für Verhaltenskodizes für e-Märkte berät.