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Missbrauch der Internet-Domäne ".eu" soll verhindert werden

Die Europäische Kommission hat eine Konsultation der Öffentlichkeit über Lösungen zur Verhinderung der spekulativen und missbräuchlichen Eintragung von Domänennamen unter der künftigen Internet-Domäne oberster Stufe (TLD) ".eu" gestartet. Bei der Vorstellung der Online-Konsul...

Die Europäische Kommission hat eine Konsultation der Öffentlichkeit über Lösungen zur Verhinderung der spekulativen und missbräuchlichen Eintragung von Domänennamen unter der künftigen Internet-Domäne oberster Stufe (TLD) ".eu" gestartet. Bei der Vorstellung der Online-Konsultation am 30. Juli unterschieden Vertreter der Kommission zwischen zwei Arten von Domänenstreitigkeiten: Einerseits gibt es Situationen, wo zwei Parteien in gutem Glauben versuchen, sich die gleiche Domäne zu sichern, um ihr Unternehmen oder sich selbst im Internet vorzustellen. In manchen Fällen allerdings lassen Einzelpersonen ohne Bezug zu einem Namen und ohne legitimes Interesse, so genannte "Cybersquatter", Namen für sich registrieren und hegen dabei den Hintergedanken, durch den überteuerten Verkauf an Privatpersonen, Unternehmen oder Einrichtungen, die einen Bezug zu dem betreffenden Namen aufweisen, hohen Gewinn zu machen. "Unseren Bemühungen, ".eu" zu einem Motor für die Ankurbelung der Internet-Nutzung und des elektronischen Geschäftsverkehrs in Europa zu machen, würde durch einen Missbrauch dieser TLD geschadet", warnte das für Unternehmen und die Informationsgesellschaft zuständige Kommissionsmitglied, Erkki Liikanen. Frits Bolkestein, der für den Binnenmarkt zuständige EU-Kommissar, äußerte sich ähnlich, fügte aber hinzu, die Kommission werde nicht diejenigen behindern, die das Internet auf legitime Weise nutzen. Nach dem Ende der Online-Konsultation im Oktober wird die Kommission Vorschläge für die ordnungspolitische Regelung der ".eu"-Domäne vorlegen.