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Belgien: Jahresbericht verweist auf hohe Investitionen in die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit

Die Föderalen Dienste für wissenschaftliche, technische und kulturelle Angelegenheiten (DWTK) des Königreichs Belgien haben ihren Jahresbericht für 2001 vorgelegt. Daraus ergibt sich, dass 36 Prozent der Mittel dieser Stelle für internationale Aufgaben verwendet wurden. Zu de...

Die Föderalen Dienste für wissenschaftliche, technische und kulturelle Angelegenheiten (DWTK) des Königreichs Belgien haben ihren Jahresbericht für 2001 vorgelegt. Daraus ergibt sich, dass 36 Prozent der Mittel dieser Stelle für internationale Aufgaben verwendet wurden. Zu den Aufgaben der DWTK zählen die Initiierung von Programmen, Maßnahmen und Informationsnetzen im Hinblick auf die Förderung des nationalen Forschungspotenzials, die Begleitung der Beteiligung Belgiens in zwischenstaatlichen Wissenschaftsverbänden, die Vorlage von Indikatoren für Forschung und Entwicklung (FuE), die Verwertung von Forschungsergebnissen und die Bewertung des Effekts von Forschungsprogrammen. Die DWTK haben mehr als ein Drittel ihres Haushalts für internationale Forschungstätigkeiten verwendet. Zudem beträgt das Budget für die internationale Forschung das Doppelte der für nationale Maßnahmen vorgesehenen Mittel. Der größte Teil des internationalen Forschungsbudgets wird für die Beteiligung Belgiens an der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) verwendet. Belgien ist recht aktiv in der Luft- und Raumfahrtforschung und betreibt bilaterale Projekte zusammen mit Frankreich, Argentinien und Russland. Weitere Gelder wurden für Stipendien für Forscher aus den mittel- und osteuropäischen Ländern sowie die Beteiligung am Fünften Rahmenprogramm der EU, EUREKA, COST und den wissenschaftlichen Programmen der UNESCO verwendet. Wenn Belgien 2002 außerhalb der EU tätigen belgischen Forschern Rückkehraufträge erteilt, wird die internationale Zusammenarbeit einen erneuten Schub bekommen. Auf der nationalen Ebene hat Belgien Forschungsprogramme im Bereich der nachhaltigen Entwicklung und der Informationsgesellschaft gefördert. Der Bericht weist insbesondere darauf hin, dass die belgischen nationalen Forschungsprogramme erstmals auch Forschern aus anderen EU-Ländern offen standen, "sodass ein Beitrag zur Verwirklichung des Europäischen Forschungsraums (EFR) geleistet wurde". Zu den Zielen für 2002 zählen die Vorbereitung auf die Integration im EFR (insbesondere durch die Stärkung von "Kompetenznetzen"), die Förderung von interdisziplinären Forschungsprojekten, die Verbesserung der Ergebnisverwertung durch neue Ansätze in diesem Bereich sowie die Bewertung von Forschungsprojekten und deren Ergebnissen. Des weiteren wurde 2001 ein Bericht über Wissenschaft, Technologie und Innovation in Belgien veröffentlicht. Daraus ergibt sich, dass Belgien bei der Vergabe von Forschungskrediten zwar unter dem europäischen Durchschnitt rangiert (1,36 Prozent des Haushalts gegenüber 1,73 Prozent in der EU insgesamt), die FuE in Belgien aber in der zweiten Hälfte der Neunzigerjahre deutlich zugenommen hat. Die Autoren des Berichts kommen daher zu dem Schluss, dass Belgien unter der gleichen "Krankheit" wie die anderen europäischen Länder leidet: Leistungsfähige wissenschaftliche und technologische Grundlagen sind vorhanden, es mangelt jedoch an der Fähigkeit, dieses Wissen in wirtschaftliche Vorteile umzumünzen.

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