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Europa mit durchwachsenen Ergebnissen bei UN-Untersuchung elektronischer Behördendienste

In einem kürzlich veröffentlichten Bericht der Division for Public Economics and Public Administration der Vereinten Nationen und der American Society for Public Administration (ASPA) schneidet Norwegen als bester europäischer Anbieter von elektronischen Behördendiensten ab, r...

In einem kürzlich veröffentlichten Bericht der Division for Public Economics and Public Administration der Vereinten Nationen und der American Society for Public Administration (ASPA) schneidet Norwegen als bester europäischer Anbieter von elektronischen Behördendiensten ab, rangiert aber hinter den USA, Australien, Neuseeland und Singapur auf dem fünften Platz. Als bester EU-Mitgliedstaat kommt das Vereinigte Königreich auf den siebten Platz, dicht gefolgt von den Niederlanden, Dänemark und Deutschland. Dennoch wird Europa in dem Bericht als ein "globaler Innovator" bezeichnet, der "führend in der strategischen Planung ... dem Zugriff auf Informationen und der Beteiligung der Bürger" ist. In 33 der 36 untersuchten europäischen Länder bieten alle Schlüsselministerien, die als Maßstab herangezogen werden - die Ministerien für Gesundheit, Bildung, Soziales, Beschäftigung und Finanzen -, interaktive Websites und regelmäßig aktualisierte Inhalte. Das VK, Schweden, Norwegen, Frankreich, Deutschland, die Republik Irland, Estland, Belgien und Italien verfolgen nach Angaben des Berichts eine "besonders weit fortgeschrittene" Politik im Bereich der staatlichen Informationen und Inhalte, die den Bürgern zur Verfügung gestellt werden. Die Europäische Union im Ganzen erhält Anerkennung für "die Erarbeitung einer Reihe von Leitlinien, die gewährleisten, dass sich die elektronischen Behördendienste der 15 Mitgliedstaaten ergänzen". In der Praxis sei die Akzeptanz elektronischer Behördendienste durch die Bürger im Jahr 2001 "bescheiden", heißt es im Bericht. Als Gründe werden mehrere Faktoren angeführt, darunter die Kosten für Internet- und Fernsprechverbindungen. Trotz der Tatsache, dass 24,9 Prozent der Bevölkerung - doppelt so viel wie im weltweiten Durchschnitt - online gehen, sei das Internet "in den meisten europäischen Ländern nicht zu dem Phänomen geworden, das es in den Vereinigten Staaten oder Kanada ist". Wie bei jeder Erhebung dieser Art wurde die Tabelle des UN/ASPA-Berichts danach erstellt, inwiefern die Länder eine vorgegebene Liste von Kriterien erfüllen. Die Kriterien dieses Berichts betreffen die drei größeren Bereiche staatliches Online-Angebot, IKT-Infrastruktur (Anzahl PCs, Internet-Hosts usw.) und schließlich die Möglichkeiten des Bürgers, auf elektronische Behördendienste zuzugreifen. Diese Kriterien sollten jedoch genauer betrachtet werden, denn z.B. das Kriterium "Anteil der urbanen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung" verleiht Singapur mit seiner zu 100 Prozent urbanen Bevölkerung einen höheren Platz in der Rangliste, als dies sonst der Fall gewesen wäre. Weitere Angaben zu den zu Grunde gelegten Kriterien sind auf den Seiten 24-26 des Berichts über den unten angegebenen Link zu finden.

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9 Oktober 2002