Parlament und Kommission uneins über Verbot von Tierversuchen betreffend Kosmetika-Zeitplan
Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hat von der Europäischen Kommission verlangt, ihre Pläne zur Verschiebung der Einführung eines Verbots der Vermarktung von Inhaltsstoffen von Kosmetika, die nach dem 1. Juli 2002 an Tieren getestet wurden, zurückzunehmen. Die Kommission hatte angekündigt, die Einführung des Verbots müsse aufgrund eines Mangels an alternativen Methoden verschoben werden. Die Berichterstatterin des Parlaments, Dagmar Roth-Behrendt, argumentierte, die Kommission habe keine Berechtigung, eine Verschiebung des Verbots durchzusetzen. Das Verbot sei in den Mitgliedstaaten bereits in Kraft getreten, so Roth-Behrendt, und somit seien die Mitgliedstaaten bereits verpflichtet, dieses Verbot umzusetzen. Außerdem wurde erwähnt, der Beschluss der Kommission könne das Vermittlungsverfahren gefährden, das am 3. Oktober beginnen soll und sich mit einem Verbot von Inhaltsstoffen von Kosmetika, die an Tieren getestet wurden, befasst.