Liikanen: eSafety ist sinnvoll für die Verkehrssicherheit und die Wirtschaft
"eSafety ist die Chance, die Verkehrssicherheit und den Komfort von Fahrzeugen weiter zu verbessern und die negativen Auswirkungen des Verkehrs zu mildern, wodurch sich neue geschäftliche Möglichkeiten für die Automobil-, die Telekommunikations- und die Dienstleistungsbranche ergeben", sagte EU-Kommissionsmitglied (Unternehmen und Informationsgesellschaft) Erkki Liikanen am 16. September. In seiner Rede zur Eröffnung des eSafety-Kongresses "IT solutions for safety and security in intelligent transport" in Lyon (Frankreich) betonte Liikanen, eSafety solle die vorhandenen Sicherheitseinrichtungen nicht ersetzen, sondern ergänzen, damit bis 2010 mit einem Rückgang der Straßenverkehrstoten um 50 Prozent zu rechnen sei. Die Kommission richtete im Hinblick auf die Erarbeitung eines eSafety-Aktionsplans eine gemeinsame Arbeitsgruppe der Industrie und des öffentlichen Sektors ein. "Die gemeinsame Arbeit dürfte einen Beitrag dazu leisten, dass eSafety ein lohnendes Geschäft wird", so das Kommissionsmitglied. Liikanen verwies außerdem auf die Aufgaben des öffentlichen Sektors bei der Entwicklung und Umsetzung von eSafety. "Die Rolle des öffentlichen Sektors besteht hauptsächlich darin, die Entwicklung dieser Geschäftsidee zu fördern, indem er die Forschung und technologische Entwicklung (FTE) und die Normung unterstützt, [...] zur Bewusstseinsbildung beiträgt und die Markteinführung beschleunigt." Nach seinen Worten werde die Kommission auf der erfolgreichen Arbeit im Rahmen des von der EU finanzierten Programms "Telematikanwendungen" und des Programms "Technologien der Informationsgesellschaft (IST)" unter dem Fünften Rahmenprogramm aufbauen. Außerdem werde das Sechste Rahmenprogramm neue Finanzierungsmöglichkeiten für aktive Sicherheitstechnologien and neuartige Fahrerassistenzsysteme bieten. "Im Rahmen dieses Programms streben wir ebenfalls eine internationale Zusammenarbeit an und werden uns mit nationalen Programmen innerhalb des Europäischen Forschungsraums abstimmen", sagte er. Die Kommission geht davon aus, dass die Ergebnisse des Berichts der Arbeitsgruppe auf einem hochrangig besetzten Treffen am 14. November gebilligt werden.