Forscher werfen Schlaglicht auf stärkere Verbindung zwischen Klimawandel und Cholera-Epidemien
Ein Team von Wissenschaftlern aus Spanien, den USA und Bangladesh hat aufgezeigt, dass der Zusammenhang zwischen klimatischen Veränderungen und Cholera-Epidemien sich in den letzten Jahren verstärkt hat. Dieselben Wissenschaftler hatten bereits Beweise geliefert, die zeigen, dass ein Zusammenhang zwischen klimatischen Veränderungen, die mit der El Niño / Southern Oscillation (ENSO) in Verbindung gebracht werden, und dem Ausbruch von Cholera-Epidemien besteht. Die neuen Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass diese Beziehung sich verstärkt hat, da ENSO aufgrund des Klimawandels intensiver geworden ist. Dr. Xavier Rodó, Koordinator der Forschungsgruppe, meint, diese Studie sei "einer der ersten Beweise für die möglichen Auswirkungen des Klimawandels auf das Auftreten von Infektionskrankheiten". Die Studie hat zur Entwicklung eines neuen statistischen Instruments geführt, das Beweise geliefert hat, dass die Korrelation zwischen Cholera und dem Klima dreimal stärker ist als man zuvor annahm. Die Studie führte auch zu einem Prognose-Modell, das genutzt werden könnte, um Gesundheitsmaßnahmen in den von Cholera betroffenen Gebieten zu planen. Seit Ende der 70er Jahre sind die durch ENSO hervorgerufenen warmen Perioden nach und nach intensiver geworden. In Südostasien können der regionale Temperaturanstieg als Ergebnis des Klimawandels und ENSO zur Vermehrung von Bakterien führen, die in Salzwasser leben und bei hohen Temperaturen gedeihen. Diese Ergebnisse sowie die Tatsache, dass Menschen in heißen Wetterperioden mehr Kontakt mit Wasser haben, könnten die höhere Korrelation zwischen ENSO und Cholera in den letzten Jahrzehnten erklären.
Länder
Spanien