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Inhalt archiviert am 2023-01-01

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EU fördert Entwicklung neuer Krebstherapien

Bei der Konferenz "Towards greater coherence in European cancer research" (Hin zu mehr Kohärenz in der europäischen Krebsforschung) am 19. September in Brüssel wurden zwei von der EU geförderte Forschungsprojekte vorgestellt, die neue Krebstherapien entwickeln. "Cell Therapy" ...

Bei der Konferenz "Towards greater coherence in European cancer research" (Hin zu mehr Kohärenz in der europäischen Krebsforschung) am 19. September in Brüssel wurden zwei von der EU geförderte Forschungsprojekte vorgestellt, die neue Krebstherapien entwickeln. "Cell Therapy" (Zelltherapie) entwickelt neue Therapien für Gehirntumore unter Verwendung einer Technologie mit verkapselten Zellen. "Inducible Melanoma" (Induzierbare Melanome) entwickelt Anti-Melanomtherapien unter Anwendung eines Maus-Modells. Im Jahr 2000 wurden 30.500 neue Fälle von Gehirntumoren in der EU diagnostiziert. Im gleichen Jahr starben etwa 22.300 Patienten an der Krankheit. Trotz aggressiver Chirurgie und postoperativer Bestrahlung und Chemotherapie leben die Patienten durchschnittlich nur weitere 60 Wochen. Im Projekt "Cell Therapy" entwickeln fünf Partner aus Norwegen, dem Vereinigten Königreich, der Schweiz und Deutschland neue therapeutische Ansätze für Gehirnkrebs. Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines auf Zellen basierenden zielgerichteten therapeutischen Abgabesystems. Dieses besteht aus lebenden Zellen, die Substanzen produzieren, die das Wachstum von Blutgefäßen im Tumor verhindern. Nach der Implantation ins Gehirn überleben diese immobilisierten Zellen lange Zeit und produzieren kontinuierlich Substanzen, die das Wachstum des Tumors verhindern. Ein wichtiger Aspekt dieses Ansatzes ist, dass die Abgabe der Substanzen durch die verkapselten Zellen lokal, in unmittelbarer Nähe des Tumors erfolgt. Das Projekt "Inducible Melanoma" beschäftigt sich mit dem zunehmenden Vorkommen von Melanomen in der europäischen Bevölkerung, mit der Tatsache, dass Tumore im Allgemeinen gegen Strahlen- und Chemotherapie resistent sind, und mit der Identifizierung von tumorassoziierten Antigenen. Es geht die Fragen an, warum das Immunsystem antigene Tumore nicht effektiv eliminiert und wie die Fähigkeit des Immunsystems, Tumorzellen zu zerstören, verbessert werden kann. So hofft das Projektkonsortium, Anti-Melanom-Therapien zu entwickeln. Das Projektteam entwickelt ein Maus-Modell. Es simuliert den sporadischen Ausbruch und die Progression. Neue Instrumente werden die Beobachtung von antigen-spezifischen Immunreaktionen auf den Tumor im Verlauf seiner Entwicklung ermöglichen. Auch die Auswirkungen von Impfungen auf antigen-spezifische Immunreaktionen und die Tumorprogression werden beobachtet. Das Konsortium hofft beweisen zu können, dass noninvasive bildgebende Verfahren genutzt werden können, um die Auswirkungen der Behandlung zu beobachten. Außerdem möchte es das Modell bei Erfolg der vorklinischen Forschung zur Verfügung stellen. Schließlich soll das Projekt auf andere Partner ausgeweitet werden, so dass es verschiedene Arten von Hautkrebs umfasst.

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