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Hochrangig besetzte Podiumsdiskussion über die Zukunft der Informationsgesellschaft

Wenn man sich Gedanken über die Zukunft der Informationstechnologie macht, sind Computer eigentlich nicht wegzudenken. Genau dies ist jedoch die Vision eines Teilnehmers an einer Diskussion über die Zukunft der Informationsgesellschaft. Fachleute aus Wirtschaft und Forschung ...

Wenn man sich Gedanken über die Zukunft der Informationstechnologie macht, sind Computer eigentlich nicht wegzudenken. Genau dies ist jedoch die Vision eines Teilnehmers an einer Diskussion über die Zukunft der Informationsgesellschaft. Fachleute aus Wirtschaft und Forschung kamen im Rahmen der IST-Konferenz 2002 in Kopenhagen zusammen, um sich über die Art und Weise des technischen Fortschritts und die damit verbundenen Fragen auszutauschen. Dr. Emile Aarts, Vice President und Scientific Programme Director bei Philips Research, erklärte zu Beginn seines Vortrags, dass die Technologie jetzt schon erlaubt, jedes beliebige Objekt mit Elektronik zu versehen. Daher müsse man "Computer abschaffen und die Welt um uns herum zur Schnittstelle mit der Technologie werden lassen". Mit Blick auf diese Vision untersuchen die Wissenschaftler bei Philips die "interaktive intelligente Umgebung" ("ambient intelligence"), wo Technologie in alltägliche Prozesse und Objekte eingebaut ist und die persönlichen Vorlieben vorhersehen und sich an unterschiedliche Personen und Situationen anpassen kann. Dieses Konzept findet Anwendung im "Homelab". Dort liest man seine Post auf einem Display im Esszimmertisch, Anrufe über das Bildtelefon werden mit Hilfe der Fenster geführt und der Roboterstaubsauger zieht sich in die Küche zurück, wenn man im Wohnzimmer lesen möchte. Mehrere Diskussionsteilnehmer betonten die Bedeutung der benutzerorientierten technologischen Innovation. Roberto Vacca, Forschungsdirektor bei ISIS, sagte, erforderlich sei "nicht die Entwicklung von Technologie, um die Anforderungen der Nutzer zu befriedigen, sondern der Ausbau der Kompetenzen der Nutzer, sodass eine Nachfrage nach Produkten entsteht, die es noch gar nicht gibt". Vacca warnte außerdem davor, die digitale Kluft zu vernachlässigen, denn die mangelnde Verfügbarkeit von Technologien und Fortbildungsmöglichkeiten beschränke sich nicht auf Minderheiten, sondern betreffe ganze Länder. Solche Ungleichheiten müssten beseitigt werden, indem die Technologienutzer und anbieter die erforderlichen Fertigkeiten erhalten und alle Schichten der Gesellschaft einbezogen werden. Andere Delegierte hatten konkretere Ideen zu den Faktoren, welche die Innovation zukünftig bestimmen werden. Magnus Madfors, Director of External Research bei Ericsson, geht davon aus, dass neue Dienstleistungen und Erzeugnisse vor allem einfach zu bedienen sein müssen. Als Beispiel für eine einfache, aber dennoch effektive Idee führte er die SMS-Funktion eines Mobiltelefons an. Finn Helmer, Managing Director bei Intel, erwartet, dass die Nachfrage nach neuer Technologie angekurbelt wird, wenn über kurz oder lang echte Breitband-Internetzugänge weithin verfügbar sind. Verbindungen über Glasfaser gestatten dank Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gigabyte pro Sekunde, verschiedenste Multimedia-Anwendungen zügig herunterzuladen. Helmer hält dies für einen Schlüsselfaktor für die Innovation. Fast alle Teilnehmer waren sich einig, dass die Forschungsanstrengungen fortgesetzt werden müssen. Madfors erklärte, nun sei es an der Zeit, mit der Erforschung der nächsten Produktgeneration zu beginnen, und begrüßte daher den Zeitpunkt der Finanzierungsmaßnahmen im Rahmen des Sechsten Rahmenprogramms.

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