Forschungsgruppe im Automobilbereich erörtert Schaffung des EFR
Am 20. November traf sich eine Gruppe von Vertretern der EU-Mitgliedstaaten, der Kommission und der Automobilindustrie in Brüssel, um über die Schaffung des Europäischen Forschungsraums (EFR) zu diskutieren. Die Veranstaltung fand während der Konferenz des European Council for Automotive Research and Development (EUCAR) statt. Es ging insbesondere um die Frage, ob die Automobilindustrie in Europa bereit ist, am EFR teilzunehmen und diesen zu fördern, und falls ja, was getan werden muss, um dies zu erreichen. Ashley Roberts vom britischen Ministerium für Handel und Industrie sagte, dass die Automobilforschung im Vereinigten Königreich bereits auf einem Modell der Kooperation zwischen Hochschulen, Industrie und Regierung beruhe und dass er daher eine weitere Koordinierung mit europäischen Partnern begrüßen würde. Roberts warnte jedoch, dass "es nicht die Aufgabe nationaler Forschungsfonds ist, Defizite in EU-Forschungsprogrammen zu subventionieren". Michel Gaillard vom französischen Forschungsministerium machte klar, dass mit dem EFR eine Koordinierung und keine Harmonisierung erreicht werden solle, und sagte, dass Frankreich an der Spitze der Bemühungen zur Realisierung des EFR stehen werde. Laut Gaillard muss das Ziel aller Beteiligten darin bestehen, "gemeinsame Zielsetzungen festzulegen und dann den Prozess der Koordinierung nationaler Maßnahmen einzuleiten". In Bezug auf die Festlegung dieser gemeinsamen Ziele bezeichnete er das Sechste Rahmenprogramm (RP6) als ein Instrument in diesem Prozess und sagte, dass über die anderen Instrumente, die hierfür notwendig seien, nachgedacht werden müsse. Hervé Pero, der die GD Forschung vertrat, stimmte Gaillards Betonung der Koordinierung zu, ergänzte jedoch, dass die Integration ein weiteres wichtiges Element des EFR sei. Pero sagte, dass der EFR die Forschungspolitik zu Gunsten der Wettbewerbsfähigkeit auf die Innovations- und Bildungspolitiken abstimmen müsse und außerdem alle Parteien integrieren müsse, die ein Interesse an der Forschung hätten, einschließlich der europäischen Bürger. Bezüglich des Themas, wie die Schaffung des EFR aktiv angegangen werden solle, waren sich viele Mitglieder der Gruppe einig. Die Notwendigkeit, gemeinsame Ziele oder eine gemeinsame Vision für die europäische Forschung zu definieren, wurde von mehreren Teilnehmern hervorgehoben. Rémy Renaudin von EUREKA sagte, es sei politische Unterstützung der Mitgliedstaaten für das Projekt sowie Unterstützung seitens der Industrie in Bezug auf die Festlegung der Bereiche, in denen sie kooperieren möchten, notwendig. Rudolf Kunze vom Beratenden Ausschuss für die Straßenverkehrsforschung sagte, ein Haupthindernis für die Schaffung des EFR sei die mangelnde Klarheit in Bezug auf das geistige Eigentum und das europäische Patent. Zum Abschluss schlug Gaillard vor, dass zur Reduzierung des offensichtlichen Umfangs der bevorstehenden Aufgabe diejenigen Parteien, die sich für die Schaffung des EFR engagieren, mit der Erstellung von Zeitplänen, der Durchführung von Benchmarking-Übungen und der Vereinbarung von Indikatoren für die Messung von Fortschritten beginnen sollten.