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Inhalt archiviert am 2023-01-01

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World Wide Web Consortium verlegt seine europäische Zentrale zu ERCIM

Das World Wide Web Consortium (W3C) hat organisatorische Veränderungen angekündigt, mit denen die europäische Forschung auf dem Gebiet der Web-Technologie gestärkt werden soll. Das W3C verlegt seine europäische Zentrale vom Französischen Institut für Computerwissenschaften un...

Das World Wide Web Consortium (W3C) hat organisatorische Veränderungen angekündigt, mit denen die europäische Forschung auf dem Gebiet der Web-Technologie gestärkt werden soll. Das W3C verlegt seine europäische Zentrale vom Französischen Institut für Computerwissenschaften und Automatisierung (INRIA) zu ERCIM (European Research Consortium for Informatics and Mathematics). Das W3C, ein internationales Industriekonsortium, dessen Aufgabe die Gewährleistung der Interoperabilität und der globalen Entwicklung des Internet ist, bestimmt "Hosts", weltweite Einrichtungen ohne Gewinnzweck, die als regionale Niederlassungen und als Arbeitgeber für seine Mitarbeiter dienen. Als INRIA 1995 als europäischer Host ausgewählt wurde, besaß das W3C 50 Mitglieder in vier Ländern. Dank der Unterstützung seitens der Europäischen Kommission und INRIA stieg die Mitgliederzahl auf nunmehr über 450 Organisationen. Darüber hinaus unterhält das W3C europaweit acht Büros, von denen sieben in ERCIM-Instituten angesiedelt sind. "INRIA stellte die notwendigen Grundlagen für eine europäische Miteinbeziehung in die Netzinfrastrukturentwicklung zur Verfügung, und jetzt haben wir die Gelegenheit, in eine neue Phase einzutreten", erklärte Bernard Larrouturou, Präsident von INRIA. "Die Verlegung des Hosts zu ERCIM [...] ermöglicht uns, unser enges Verhältnis zu W3C - trotz der Erweiterung zu einer grenzenlosen Ressource eines pan-europäischen Netzwerks an Forschungsinstituten - beizubehalten; zum beiderseitigen Vorteil für W3C und ERCIM." Die ERCIM-Mitgieder sind führende Forschungsinstitute aus 16 Ländern mit ausgezeichneten Verbindungen zu den nationalen und internationalen Forschungsgemeinschaften. Alle ERCIM-Mitglieder nehmen außerdem aktiv an EU-Forschungsprogrammen und gemeinsamen Projekten mit kleinen und mittleren Unternehmen und auch großen Industrieunternehmen teil. "Als ein Netzwerk von IT-Forschungszentren umfasst ERCIM über 10.000 Wissenschaftler", so Gerard van Oortmerssen, der derzeitige ERCIM-Präsident. "W3C wird von diesem Wissensrepertoire profitieren. Für ERCIM bietet sich eine Gelegenheit, Kooperationen auf einer neuen Stufe einzugehen." Tim Berners-Lee, W3C-Direktor und Erfinder des World Wide Web, sieht die Veränderungen positiv: "Das Web wächst schneller und wird benutzerfreundlicher, wenn mehr Verpflichtungen eingegangen werden, internationale Präsenz und Einfluss in der Entwicklung von Web-Technologien zu stärken", sagte er. "Mit dem Umzug nach ERCIM ist das Potenzial für ein beträchtliches Wachstum und neue Synergieeffekte im Bereich der Web-Technologie innerhalb Europas vorhanden."

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