EFTA-Länder erweitern wissenschaftliche Zusammenarbeit unter RP6
Der Gemischte Ausschuss des Europäischen Wirtschaftsraums hat eine Vereinbarung zur Ausweitung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der EU und drei Ländern der Europäischen Freihandelsgemeinschaft (EFTA) auf das Sechste Rahmenprogramm (RP6) getroffen. Mit dem Inkrafttreten der Entscheidung am 10. Januar erhielten Norwegen, Island und Liechtenstein den Status zur gleichberechtigten Teilnahme an dem neuen Rahmenprogramm, das von 2002 bis 2006 läuft. Ein EFTA-Sprecher sagte gegenüber CORDIS-Nachrichten: "Wir freuen uns, dass wir das Verhandlungsverfahren in so kurzer Zeit abschließen konnten. Dies stellt sicher, dass die drei EFTA-Länder in vollem Umfang an den ersten Aufrufen zur Vorschlagseinreichung teilnehmen können und Vertreter in die Verwaltungsausschüsse für das Programm entsenden können. Wissenschaftler aus den EFTA-Ländern, den Mitgliedstaaten und den Beitrittsländern können sich jetzt auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit auf gleichberechtigter Grundlage freuen." Angesichts der Veröffentlichung des ersten Aufrufs zur Vorschlagseinreichung am 17. Dezember 2002 wollten die EFTA-Vertreter unbedingt schnellstmöglich eine Vereinbarung erzielen, die ihre kontinuierliche Beteiligung an dem Forschungsprogramm der Gemeinschaft sicherstellt. Die Frist im Sommer für die Haushaltsbeiträge zu dem Programm war ebenfalls ein wichtiger Faktor. Die Schweiz, das vierte EFTA-Land, ist nicht Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums und befindet sich derzeit in getrennten Verhandlungen mit der EU über eine Beteiligung am RP6. Auch die Schweiz hofft, das Verfahren vor der Sommerfrist abzuschließen.