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Inhalt archiviert am 2023-01-13

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Busquin begrüßt Rückkehr der USA zum Kernfusionsprojekt

EU-Forschungskommissar Philippe Busquin hat die Entscheidung der USA, wieder am Projekt "Internationaler Thermonuklearer Versuchsreaktor" (ITER) teilzunehmen, begrüßt. Wie Busquin im Gespräch mit CORDIS-Nachrichten sagte, gäbe es noch verschiedene Voraussetzungen für eine ern...

EU-Forschungskommissar Philippe Busquin hat die Entscheidung der USA, wieder am Projekt "Internationaler Thermonuklearer Versuchsreaktor" (ITER) teilzunehmen, begrüßt. Wie Busquin im Gespräch mit CORDIS-Nachrichten sagte, gäbe es noch verschiedene Voraussetzungen für eine erneute US-Beteiligung an diesem Programm, die jedoch bei einem Treffen am 18. Februar in St. Petersburg (Russland) zur Sprache kämen. Die USA gehören zu den ursprünglichen Teilnehmern am Projekt ITER, das in den 80er-Jahren zusammen mit der EU, Russland, Japan und Kanada anlief. 1998 zogen die USA sich schließlich aus dem Projekt zurück, da ihnen seine ursprüngliche Konzeption zu kostspielig erschien. "Inzwischen handelt es sich um ein wirklich globales Projekt", so Busquin, denn auch China zeige sich an einer Beteiligung an ITER interessiert. Der Schwerpunkt des Projekts liegt jedoch nach wie vor in Europa, und die EU hat zwei Standorte für den Reaktor in Spanien und Frankreich vorgeschlagen. "Die Kommerzialisierung der Kernfusion besitzt das Potenzial, die Energieversorgungssicherheit Amerikas drastisch zu verbessern und gleichzeitig die Luftverschmutzung und die Emission von Treibhausgasen deutlich herabzusetzen", so US-Präsident George W. Bush am 30. Januar. Präsident Bush hat US-Energieminister Spencer Abraham angewiesen, die Vereinigten Staaten beim anstehenden ITER-Treffen zu vertreten. Abraham hat zwischenzeitlich erläutert, dass die Kernfusion ein zentraler Bestandteil des langfristigen US-amerikanischen Energieprogramms sei, da sie sichere Energie in ausreichender Menge biete. Auch die Sonne greift auf die Kernfusion als Energiequelle zurück. Sie findet statt, wenn im Kern der Sonne durch große Hitze und Druck leichtere Atome zusammenstoßen und verschmelzen. Dann entstehen schwere Atome, und Energie wird frei. Nach dem Rückzug der USA aus ITER 1998 planten die übrig gebliebenen Partner den Reaktor neu und sparten die Hälfte der ursprünglich veranschlagten Kosten von 10 Milliarden Dollar (9,3 Milliarden Euro) ein. Die USA werden zehn Prozent der Kosten beisteuern. Der Baubeginn des Reaktors ist 2006 und seine Inbetriebnahme 2014 vorgesehen.

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