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Inhalt archiviert am 2023-01-13

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Busquin: Europäische Forschungspolitik muss ein globales Gleichgewicht im Wissenschaftstransfer gewährleisten

Im Rahmen einer Konferenz über Biowissenschaften und Biotechnologie in der nachhaltigen Landwirtschaft am 31. Januar erläuterte EU-Forschungskommissar Philippe Busquin die neuen Aspekte des Sechsten Rahmenprogramms (RP6) und des Europäischen Forschungsraums (EFR) und wies dabe...

Im Rahmen einer Konferenz über Biowissenschaften und Biotechnologie in der nachhaltigen Landwirtschaft am 31. Januar erläuterte EU-Forschungskommissar Philippe Busquin die neuen Aspekte des Sechsten Rahmenprogramms (RP6) und des Europäischen Forschungsraums (EFR) und wies dabei darauf hin, dass die internationale Dimension der Forschung in der europäischen Politik beachtet werden müsse. Die Europäische Union kann auf ihre Erfahrungen aus über 20 Jahren der internationalen Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern zurückgreifen, und die Rahmenprogramme sind integraler Bestandteil der laufenden EU-Politik zur Förderung wissenschaftlicher Anstrengungen. Allein in den vergangenen vier Jahren erhielten 63 Projekte aus dem Bereich der Biotechnologie, an denen Partner aus den Entwicklungsländern teilnahmen, europäische Fördermittel in Höhe von 52 Millionen Euro. Solche Initiativen gewährleisten in den Augen Busquins, dass auch die Entwicklungsländer in der Erforschung und Anwendung der Biowissenschaften und der Biotechnologie tätig werden können. "Wissenschaftliche Forschung ist im Wesentlichen eine internationale Tätigkeit. [...] Die europäischen Forschungsmaßnahmen zur Förderung der nachhaltigen Landwirtschaft können von den Erfahrungen profitieren, die bei landwirtschaftlichen Experimenten unter extremen Bedingungen [in den Entwicklungsländern] gemacht wurden", so Kommissionsmitglied Busquin. "Ich glaube, dass die Europäische Union [ebenfalls] eine proaktive Rolle in der Förderung des sicheren und bewussten Einsatzes der Biowissenschaften und der Biotechnologie in Europa und weltweit spielt." Insbesondere im Bereich der genetisch veränderten Organismen (GVO) seien in den letzten 15 Jahren unter mehreren europäischen Forschungsprogrammen rund 80 Projekte zur GVO-Sicherheit mit insgesamt 70 Millionen Euro gefördert worden. Kommissionsmitglied Busquin hob außerdem die Arbeit der Forschungsnetze hervor, in den über 45 Labors zusammenarbeiten, um Methoden für den Nachweis und die Quantifizierung von GVO in Lebens- und Futtermitteln zu entwickeln und zu validieren. Die Arbeit dieser Netze wird von der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) der Kommission koordiniert. Busquin ist der Ansicht, dass solche praktischen Initiativen dazu beitragen, das Potenzial der Biotechnologie in verantwortungsvoller Weise auszuschöpfen, damit "Wissen und Know-how zum Wohle der Allgemeinheit vernetzt werden können". Das Kommissionsmitglied hob ferner die Verpflichtung Europas zur "Schaffung von Forschungskapazitäten auf lokaler Ebene" hervor. Im RP6 sind insgesamt 315 Millionen Euro für die internationale Zusammenarbeit vorgesehen, die insbesondere für die internationale Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern (INCO-DC) verwendet werden. Diese Initiative basiert auf einem dynamischen Dialog und fördert die Entwicklung langfristiger Partnerschaften im Bereich der nachhaltigen Forschung auf bilateraler, bi-regionaler und globaler Ebene. Weitere 285 Millionen Euro aus dem RP6-Haushalt sind zur Finanzierung von Vorschlägen für die spezifischen Aufforderungen im Rahmen der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern und anderen Länder-Zielgruppen vorgesehen, bei denen die Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und die Nahrungsmittelsicherheit im Vordergrund stehen. Darüber hinaus können für die Fortbildung von Forschern aus Drittländern in Europa auch Mittel des Programms "Humanressourcen und Mobilität" bereitgestellt werden. Zusammen mit dem Europäischen Forschungsraum würden solche Politiken in Europa dazu beitragen, "die Forschung zu optimieren, um besser auf die Bedürfnisse der Welt eingehen zu können", so Busquin abschließend.

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