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Inhalt archiviert am 2023-01-13

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Griechischer Finanzminister verlangt "umfassende Maßnahmen" für mehr Wachstum in Europa

Der griechische Finanzminister Nikos Christodoulakis hat die politischen Institutionen Europas aufgefordert, umfassende Maßnahmen wie etwa die Modernisierung der Bildungs- und Forschungssysteme zu ergreifen, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. In seiner Rede auf einem zwe...

Der griechische Finanzminister Nikos Christodoulakis hat die politischen Institutionen Europas aufgefordert, umfassende Maßnahmen wie etwa die Modernisierung der Bildungs- und Forschungssysteme zu ergreifen, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. In seiner Rede auf einem zweitägigen Kongress in Athen über Wirtschaftspolitik und neue Quellen des Wachstums erklärte Christodoulakis, besonders die Stärkung der wissensbasierten Wirtschaft und die Förderung des Unternehmergeistes seien Bereiche, in den mehr Engagement notwendig sei. "Forschung, Innovation und Investitionen in neue Technologien sind Voraussetzung für Wachstum und bestimmen nicht nur die Richtung, sondern auch die Geschwindigkeit der Entwicklung einer modernen Gesellschaft", sagte er. "Natürlich ist der Unternehmergeist der Schlüssel, um [...] neue Technologien zu schaffen und in Produkte und Arbeitsplätze umzumünzen." Der Minister bezeichnete Forschung, Innovation und neue Technologien als entscheidende Faktoren für die Verbesserung der Leistungsfähigkeit einer jeden Wirtschaft und erinnerte die Teilnehmer daran, dass die USA bis auf wenige Ausnahmen für all diese Bereiche mehr Fördermittel bereitstellten als die EU. Als Beispiel nannte Christodoulakis die Biotechnologie. Unzureichende Investitionen hätten zu einer "umfassenden Abwanderung von Wissenschaftlern aus der EU in die Vereinigten Staaten" geführt, da die dortige Pharma- und Biotechnologiebranche mehr investiere. Institutionelle Reformen könnten nach Ansicht des Ministers ein Schritt zur Lösung dieser Probleme sein: "Auf institutioneller Ebene sind umfassende Maßnahmen und Innovationen - z. B. die Modernisierung der Bildungs- und Forschungssysteme, die Intensivierung der Beziehungen zwischen der Wirtschaft auf der einen und Hochschulen und Forschungszentren auf der anderen Seite sowie die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungsstellen - erforderlich." Daneben befürwortet Christodoulakis verstärkte Maßnahmen zur Förderung des Unternehmergeists in Europa, da junge Unternehmer und kleine Firmen weniger zu Beschäftigung, Wachstum und regionalem Zusammenhalt beitrügen, als sie könnten. "Um dieses Problem aus der Welt zu schaffen, müssen die Hindernisse, auf die Unternehmen treffen, wenn sie auf den Markt drängen, verringert, die Verfahren vereinfacht, die Austrittsschranken - etwa das Konkursrecht - überprüft, der Zugang zu Geschäftskapital und Know-how verbessert und der Unternehmergeist durch das Bildungssystem gefördert werden", so der Minister. Weiter sagte er, die Notwendigkeit, den Unternehmergeist zu fördern, liege einer neuen Industriepolitik für Europa zugrunde, die kürzlich von der Kommission dargelegt worden sei und zurzeit auf EU-Ebene von den Betroffenen und der Politik diskutiert würde. Christodoulakis wandte sich ferner an alle, die an den wirtschaftlichen Gegebenheiten zweifelten, die Grundlage der neuen Industriepolitik seien: "Diese Politik ist weit von der Subventionspolitik entfernt; sie ist sich aber dennoch bewusst, dass neue Wettbewerbsvorteile für Europa nicht von alleine kommen." Die Veranstaltung in Athen erfolgte im Vorfeld der Frühjahrstagung des Europäischen Rates, wo eine Bestandsaufnahme der Fortschritte Europas in Richtung des in Lissabon gefassten Ziels, zur wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaft der Welt zu werden, erfolgen wird.

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