Schweden führend bei der Entwicklung fortschrittlicher öffentlicher Online-Dienste
Schweden ist in der Entwicklung fortschrittlicher Online-Dienste für Bürger und Unternehmen weiter als seine europäischen Nachbarn. Das geht aus einem vor kurzem veröffentlichten Bericht hervor, der im Auftrag der Europäischen Kommission erstellt wurde. Der Bericht von Cap Gemini Ernst and Young bewertet die Leistung der Mitgliedstaaten sowie Norwegens, Islands und Schwedens in Bezug auf 20 öffentliche Dienste. Besondere Berücksichtigung fanden dabei Zahldienste für Steuern und Sozialabgaben, Datendienste für Geburten, Todesfälle und Heiraten, Genehmigungen und Lizenzen. "Ziel der Untersuchung ist es, einen Maßstab für die europäischen Staaten bereitzustellen und bewährte Praktiken auszutauschen. Während einige Länder die Entwicklung noch schneller vorantreiben sollten, bieten manche die wichtigsten grundlegenden öffentlichen Dienstleistungen bereits online an", sagte Erkki Liikanen, das für Unternehmen und die Informationsgesellschaft zuständige Mitglied der Europäischen Kommission. Laut den Ergebnissen der Studie haben sich die Online-Dienste innerhalb eines Jahres um 15 Prozent verbessert. Die im Internet angebotenen öffentlichen Dienstleistungen haben im vergangenen Jahr ebenfalls um 12 Prozent zugenommen. Aus dem Bericht geht hervor, dass 86 Prozent der 10.500 untersuchten Anbieter öffentlicher Dienstleistungen Online-Dienste entwickelt haben. Schweden ist mit insgesamt 87 Prozent Spitzenreiter bei der Bereitstellung fortschrittlicher Dienstleistungen für Bürger und Unternehmen. Auch Irland, Dänemark und Finnland lagen in der Gesamtbewertung über 75 Prozent. Bei der Bewertung der Fortschritte bei öffentlichen Online-Diensten schnitt Schweden mit 26 Prozent ebenfalls gut ab, dicht gefolgt von Belgien mit 24 Prozent und Dänemark mit 23 Prozent. Obschon in Luxemburg, Belgien und Deutschland die Online-Präsenz von Dienstleistungsanbietern wie Klein- und Großstädten, Hochschulen und Bibliotheken überdurchschnittlich hoch ist, zeigt der Bericht jedoch, dass deren Online-Auftritte technisch weniger ausgereift sind.