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Inhalt archiviert am 2023-01-13

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Eurobarometer gewährt Einblick in öffentliche Meinung in der EU zu Energiethemen

Ein von EU-Forschungskommissar Philippe Busquin am 6. März vorgestellter Eurobarometer-Bericht präsentiert ein klareres Bild der öffentlichen Meinung in der EU zu Energiethemen. Die Ergebnisse der Eurobarometer-Umfrage "Energie: Problematik, Optionen und Technologien" basiere...

Ein von EU-Forschungskommissar Philippe Busquin am 6. März vorgestellter Eurobarometer-Bericht präsentiert ein klareres Bild der öffentlichen Meinung in der EU zu Energiethemen. Die Ergebnisse der Eurobarometer-Umfrage "Energie: Problematik, Optionen und Technologien" basieren auf den Ansichten von rund 16.000 Bürgern im Alter von mindestens 15 Jahren aus der gesamten Europäischen Union: Die Bürger sehen zwar die Notwendigkeit zur Umsetzung energiesparender Maßnahmen in der EU ein, so das Ergebnis der Umfrage, jedoch sollten dies möglichst Maßnahmen sein, die keine Beschränkungen für den Einzelnen nach sich ziehen. "Wir allen wissen, dass der Energieverbrauch ansteigt und dass dieser Anstieg langfristig untragbar ist - aber unsere Gewohnheiten wollen wir nicht ablegen. Dies ist das Energieparadox", sagte Busquin. Das Paradox kann tatsächlich durch die verfälschte Wahrnehmung in Bezug auf den Energieverbrauch erklärt werden: Der Bericht zeigt im Besonderen auf, dass EU-Bürger den Energieverbrauch von Fabriken überschätzen und strengere Auflagen und Kontrollen für die Industrie fordern. Obwohl die Menge der im Verkehr verbrauchten Energie zu niedrig eingeschätzt wurde, stimmte ein Viertel der Befragten dem Vorschlag zur Auferlegung strengerer Auflagen für Fahrzeuge zu. Gleichzeitig wird auch die Abhängigkeit der EU von Energieimporten als reales Problem empfunden: 41 Prozent der Bürger glauben, dass die Forschung im Bereich neue Energiequellen ein Weg in die Zukunft sein könnte. Hinsichtlich der globalen Erwärmung stimmen 74 Prozent der Befragten zu, dass der Verkehr zum größten Teil für den Klimawandel verantwortlich ist, während die Forschung im Bereich neuer, sauberer Transportsysteme von 53 Prozent der Befragten unterstützt wurde. 69 Prozent der Befragten sprechen sich auch für die Intensivierung der Erforschung erneuerbarer Energieträger aus. Während laut dem Bericht die EU-Bürger zwar immer noch Schwierigkeiten haben, die Kernfusion zu verstehen, stimmten die Befragten jedoch zu, dass diese Energieform weiter entwickelt werden sollte, um ihr Potenzial als alternative Energieform herauszustellen. "Alles in allem ein ermutigendes Signal für die Fortführung und Intensivierung unserer Forschungsarbeiten auf europäischer und nationaler Ebene, das die Weichenstellungen bestätigt, die wir bei der Aufstellung der europäischen Forschungsprogramme und -aktivitäten vorgenommen haben", führte Busquin aus. Das Sechste Rahmenprogramm (RP6) trägt dieser Verpflichtung durch die Bereitstellung von 610 Millionen Euro für nachhaltige Verkehrssysteme und 750 Millionen Euro für die Kernfusionsforschung im Verlauf der nächsten vier Jahre Rechnung. Die Befragten bestätigten die Bedeutung von Forschung und Weiterbildung in diesem Bereich. Sie wurden ebenfalls gefragt, warum ihrer Meinung nach gegenwärtig ein Mangel an Studenten in Forschungsfächern im Energiebereich besteht. Einige glauben, dass nicht genügend Anreize zum Forschungsstudium im Bereich Energie für Studenten bestehen oder dass ein Studium in diesem Bereich den Studenten keine Aussicht auf attraktive Arbeitsplätze bietet. Diese Ergebnisse - zusammen mit der Tatsache, dass 85 Prozent der Befragten wenig über europäische Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen im Bereich Energie wissen - zeigen, dass weitere Anstrengungen zur Erhöhung und Förderung des Bewusstseins auf nationaler und europäischer Ebene erforderlich sind.

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