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Inhalt archiviert am 2023-01-13

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Liikanen befürwortet integrierten Ansatz beim Technologieeinsatz für die Sicherheit im Straßenverkehr

Um die entsprechenden Technologien für die Sicherheit im Straßenverkehr erfolgreich zu entwickeln, ist ein integrierter Ansatz geboten, der Fahrer, Fahrzeug und Straßennetz berücksichtigt, erklärte Erkki Liikanen, Kommissionsmitglied mit dem Zuständigkeitsbereich Unternehmen u...

Um die entsprechenden Technologien für die Sicherheit im Straßenverkehr erfolgreich zu entwickeln, ist ein integrierter Ansatz geboten, der Fahrer, Fahrzeug und Straßennetz berücksichtigt, erklärte Erkki Liikanen, Kommissionsmitglied mit dem Zuständigkeitsbereich Unternehmen und Informationsgesellschaft, am 3. April. In seiner Rede auf dem Technischen Kongress des deutschen Verbandes der Automobilindustrie (VDA) wies Liikanen darauf hin, dass der Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) ein Schlüsselbestandteil der eSafety-Initiative der Kommission zum Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft und insbesondere der Automobilindustrie ist. "Um die Entwicklung der europäischen Automobilindustrie zu fördern, müssen wir uns den einzelnen Faktoren zuwenden, die ihre Wettbewerbsfähigkeit beeinflussen, darunter die Technologien für Sicherheit und Umweltschutz", sagte er. Neue Technologien kamen bereits bei der Entwicklung der geeigneten Sensoren, Stellglieder und Prozessoren zum Einsatz. Dies ermöglichte die breite Einführung autonomer fahrzeugseitiger Systeme wie etwa des Airbags, die Sicherheitsvorteile mit sich bringen. Andere Systeme, darunter die Fahrstabilitäts-Hilfe ESP (Electronic Stability Programme), lassen den Fahrzeugführer auch dann noch die Kontrolle über sein Fahrzeug behalten, wenn die "normalen" Grenzen der Steuerbarkeit überschritten sind. Ein modernes Fahrzeug "besitzt ein Vielfaches der Rechenleistung der Raumschiffe, mit denen der Mensch auf dem Mond landete. Heutzutage nutzt bereits ein gewöhnlicher Pkw eine Vielzahl von Sensoren, die Daten für die vielen Prozessoren liefern, die die Sicherheit, den Komfort und die Umweltfreundlichkeit des Fahrzeugs verbessern", bemerkte Liikanen. Zur Verringerung der Todesfälle reichten jedoch Verbesserungen am Fahrzeug alleine nicht aus. "Auch die Fahrer müssen besser geschult werden und sich an die Straßenverkehrsordnung halten. In diesem Zusammenhang tragen die örtlichen und nationalen Straßenverkehrsbehörden ein großes Maß an Verantwortung", erklärte das Kommissionsmitglied. Intelligente integrierte Straßenverkehrs-Sicherheitssysteme könnten zu einer drastischen Senkung der Unfallzahlen beitragen, so Liikanen. "Solche Systeme berücksichtigen nicht nur den Fahrer und das Fahrzeug, sondern auch die Umgebung des Fahrzeugs. Sie arbeiten zusammen, indem sie wichtige Sicherheitsdaten zwischen den Fahrzeugen und mit der Infrastruktur austauschen." Liikanen verwies daneben auf die neuen Finanzierungsmöglichkeiten im Bereich der intelligenten integrierten Sicherheit unter dem Sechsten Rahmenprogramm und dem neuen Instrument "Integrierte Projekte" (IP) als ein Mittel zur Erzeugung der in diesem Bereich notwendigen kritischen Masse an Tätigkeiten und Ressourcen. Ferner würdigte das Kommissionsmitglied die Arbeit des vor kurzem eingerichteten eSafety-Forums, das für die Überwachung und Förderung des Einsatzes solcher Systeme zuständig ist. Bisher seien vier Gruppen eingerichtet worden, die sich mit Notrufsystemen an Bord der Fahrzeuge (e-Call), Unfallursachedaten, Geschäftsmodellen und Mensch-Maschine-Schnittstellen beschäftigen. Von der ersten Vollversammlung der Arbeitsgruppen am 22. April erwartet das Kommissionsmitglied, dass sie dazu beitragen wird, "Meilensteine für die breite Einführung neuer Technologien zu setzen".

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