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Inhalt archiviert am 2023-01-13

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EWS: Neuer Forschungsrat soll für gemeinsamen Ansatz für globale Veränderungen sorgen

Die Europäische Wissenschaftsstiftung (EWS) hat sich für die Einrichtung eines "globalen Veränderungsrats" ausgesprochen, der einen kooperativeren Ansatz für die Erdsystemwissenschaft in Europa gewährleisten soll. Dies ist der Tenor des neuen "Forward Look"-Berichts der EWS "...

Die Europäische Wissenschaftsstiftung (EWS) hat sich für die Einrichtung eines "globalen Veränderungsrats" ausgesprochen, der einen kooperativeren Ansatz für die Erdsystemwissenschaft in Europa gewährleisten soll. Dies ist der Tenor des neuen "Forward Look"-Berichts der EWS "Global Problems, Global Science - Europe's Contribution to Global Research". In diesem Bericht, der sich mit dem multidisziplinären und internationalen Charakter der Forschung über globale Veränderungen beschäftigt, heißt es, auf Grund des Umfangs und der Komplexität der wissenschaftlichen Fragen im Zusammenhang mit globalen Veränderungen sei ein bisher unerreichtes Ausmaß an weltweiter Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern aus einem breiten Spektrum an natur- und sozialwissenschaftlichen Fächern erforderlich. Darüber hinaus könne sich ein einzelnes Land die erforderlichen Infrastrukturen für die Forschung über globale Veränderungen kaum noch leisten. Der Bericht geht außerdem auf den Europäischen Forschungsraum (EFR) ein. Wenn man ein solches Konzept auf die Erdsystemwissenschaft anwenden wolle, sei eine wissenschaftsorientierte, politisch relevante Stelle notwendig, in der alle Beteiligten, von Wissenschaftlern und EWS über die Europäische Kommission und deren Rahmenprogramme bis hin zu anderen EU- und einzelstaatlichen Stellen, vertreten sind. Zu den Aufgaben dieses Rats würden dem Bericht zufolge unter anderem die Bestimmung von Hindernissen für die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit auf Grund nationaler und europäischer Finanzierungsmechanismen, das Angebot alternativer Lösungen in Fällen, wo bestehende Instrumente und Mechanismen versagen, die Förderung des Dialogs zwischen der Wissenschaft und der Öffentlichkeit über Fragen im Zusammenhang mit globalen Veränderungen und die Initiierung nachhaltiger wissenschaftlicher Initiativen gehören. Darüber hinaus könnte der neue Rat eine wichtige Rolle bei der Ausarbeitung von Initiativen im Bereich der globalen Umwelt- und Sicherheitsüberwachung (GMES) in Europa spielen. Angesichts der Bedeutung, die die Datenüberwachung für die Forschung über globale Veränderungen besitzt, schlägt der Bericht vor, dass der Rat sich für eine intensivere Zusammenarbeit zwischen der Wissenschaft, den Forschungsförderungseinrichtungen und den für die Datenüberwachung zuständigen Stellen einsetzt. Weitere Empfehlungen des Berichts betreffen den Aufbau von kostengünstigen, für jedermann zugänglichen Datenbanken für die sozialwissenschaftliche Forschung innerhalb der Erdsystemwissenschaft und die Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter, die für den Ausbau der Forschung über globale Veränderungen notwendig seien. Was diesen Bereich anbelangt, werden die europäischen Förderungseinrichtungen aufgefordert, junge Wissenschaftler zu multidisziplinären wissenschaftlichen Projekten anzuregen und bereits zu einem früheren Zeitpunkt der Forscherlaufbahn mit multilateralen Maßnahmen zum Kapazitätenaufbau zu beginnen.

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