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Inhalt archiviert am 2023-01-13

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EU-Projekt analysiert, wie das Beste aus Benchmarking gemacht werden kann

Benchmarking - ein Instrument zur Bestimmung vorbildlicher Praktiken und hervorragender Leistungen, um ein Produkt oder ein Verfahren zu verbessern - ist bereits eine etablierte und äußerst anerkannte Praxis im Bereich des Individualverkehrs. Im letzten Jahrzehnt haben auch ...

Benchmarking - ein Instrument zur Bestimmung vorbildlicher Praktiken und hervorragender Leistungen, um ein Produkt oder ein Verfahren zu verbessern - ist bereits eine etablierte und äußerst anerkannte Praxis im Bereich des Individualverkehrs. Im letzten Jahrzehnt haben auch öffentliche Behörden damit begonnen, seinen Wert einzuschätzen. In Anerkennung dieses noch unausgeschöpften Potenzials hat die Europäische Kommission ein Projekt gefördert, das zum Ziel hatte zu erkunden, wie Benchmarking zur Unterstützung und Verbesserung der Verkehrspolitik in der EU und auf nationaler Ebene genutzt werden kann. Das vor kurzem abgeschlossene BEST-Projekt (Benchmarking European Sustainable Transport - Benchmarking von europäischem nachhaltigen Verkehr) wurde unter dem Programm "Wettbewerbsfähiges und nachhaltiges Wachstum" (GROWTH) des Fünften Rahmenprogramms (RP5) gefördert. In dem Projekt trafen Partner aus fünf Mitgliedstaaten sowie Polen und Norwegen zusammen. Lucy Gordon, Koordinatorin von BEST, äußerte gegenüber CORDIS-Nachrichten: "Obwohl das BEST-Projekt nicht isoliert betrachtet werden sollte - es baut ja auf Ergebnissen vorangegangener EU-finanzierter Pilotprojekte zum Verkehrs-Benchmarking auf - ist dies bisher der erste Versuch der Kommission, ein umfassendes Netzwerk für Verkehrs-Benchmarking auf EU-Ebene zu schaffen." Nach drei Jahren intensiver Arbeit sind an dem Netzwerk über 300 Teilnehmer beteiligt gewesen, darunter Verkehrsexperten, Verkehrspolitiker und andere Interessengruppen, um Wissen und Erfahrungen über Benchmarking sowohl im Verkehrsbereich als auch in anderen Bereichen auszutauschen. Das Netzwerk wurde anhand von sechs Konferenzen strukturiert, die sich auf verschiedene Aspekte des Benchmarking konzentrierten, wie z.B. Bestimmung von Indikatoren und Grundsätze des Benchmarking. Die Kernteilnehmer an den Netzwerk-Konferenzen waren Vertreter der Verkehrsministerien der Mitglied- und Beitrittsstaaten. Wie Gordon erklärte, war ihre Rolle entscheidend für den Erfolg des Projekts: "Indem wir die Vertreter der nationalen Verkehrsministerien zu unseren Konferenzen eingeladen haben, haben wir sie ermutigt, etwas über alternative Benchmarking-Techniken zu lernen und diese Ideen zu ihren jeweiligen öffentlichen Behörden und privaten Betreibern zu tragen. Auf gewisse Art haben wir versucht, diese Vertreter zu 'Botschaftern des Benchmarking' zu machen." Die Ergebnisse der BEST-Konferenzen flossen auch in ein weiteres "Schwester"-Verkehrsforschungsprojekt ein: Benchmarking of Benchmarking (BOB). Dieses Projekt wurde parallel zu BEST durchgeführt. Die Ergebnisse von BOB fanden wiederum, so wie sie auftraten, Eingang in die Konferenzen und wurden dort weiter diskutiert. "Ziel der Pilotprojekte war es, als 'Labor' zu agieren, um die Empfehlungen aus BEST in der Praxis zu testen, den Nutzen des Benchmarking im Verkehrssektor zu bewerten und seinen Beitrag zur Erreichung und Verbreitung der Ziele der Verkehrspolitik auszuwerten", so Gordon. "Obwohl BEST zu vielen Ergebnissen geführt hat, sind einige der wertvollsten - wie das Lernen und der Erfahrungsaustausch, der stattgefunden hat - nicht greifbar. Es wird mehr Zeit benötigt, um das Gelernte anzuwenden und zu integrieren. Diese Projekte sind nur der Anfang eines langen Prozesses", meinte Gordon und stellte fest: "Die am stärksten nachklingende Botschaft der Teilnehmer am Netzwerk war, dass die Kommission als Katalysator agieren sollte, indem sie den Rahmen bereitstellt, um das Netzwerk zusammenzuhalten, und die Anwendung von Benchmarking fördert, nicht unbedingt finanziell, aber durch politische und 'moralische' Unterstützung." "Bisher sind jedoch noch keine Nachfolgeaktivitäten für das Netzwerk von der Kommission geplant", erklärte Gordon. "Sobald unsere Abschlussberichte von der Kommission genehmigt werden, werden sie auf der Projekt-Website zur Verfügung gestellt und über CORDIS verbreitet", fügte sie hinzu.

Länder

Belgien, Deutschland, Spanien, Frankreich, Niederlande, Norwegen, Polen

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