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Kommission begrüßt Forderung nach einer strategischen Forschungsagenda für die Wasserstoffwirtschaft

Kommissionspräsident Romano Prodi unterstützt einen kürzlich veröffentlichten Bericht der hochrangigen Gruppe für Wasserstoff- und Brennstoffzellen, in dem eine europäische strategische Forschungsagenda und eine Roadmap zur Schaffung einer Wasserstoffwirtschaft gefordert werde...

Kommissionspräsident Romano Prodi unterstützt einen kürzlich veröffentlichten Bericht der hochrangigen Gruppe für Wasserstoff- und Brennstoffzellen, in dem eine europäische strategische Forschungsagenda und eine Roadmap zur Schaffung einer Wasserstoffwirtschaft gefordert werden. Prodi signalisierte seine Unterstützung während einer Eröffnungsrede für die zweitägige Konferenz zum Thema "The Hydrogen Economy: A Bridge to Sustainable Energy" (Die Wasserstoffwirtschaft: eine Brücke zur nachhaltigen Energie), die am 16. Juni in Brüssel begann. "Wir [die Kommission] setzen uns stark für die Vision einer europäischen Wirtschaft ein, die bis Mitte dieses Jahrhunderts vollständig auf erneuerbaren Energiequellen basiert", so Prodi. "Wir müssen eine europäische Forschungsagenda und -strategie definieren, die zu einer Roadmap für die Umsetzung führen." Die hochrangige Gruppe wurde mit Unterstützung von Prodi im Jahr 2002 durch die Kommissarin für Verkehr und Energie Loyola de Palacio und Forschungskommissar Philippe Busquin eingerichtet. Ihr Bericht mit dem Titel "Hydrogen Energy and Fuel Cells: A Vision of our Future" (Wasserstoffenergie und Brennstoffzellen: eine Vision unserer Zukunft) stellt die Forschung, den Einsatz und die nicht-technischen Schritte heraus, die für die Ausrichtung Europas auf eine Wasserstoffwirtschaft notwendig sind. Der Bericht diente auch als Grundlage für die Konferenz in Brüssel. Er kommt zu der Schlussfolgerung, dass fünf Schlüsselelemente erforderlich sind, um mit dem Übergang von fossilen Brennstoffen zu einer wasserstoffbasierten Wirtschaft zu beginnen: ein unterstützender politischer Rahmen, eine strategische Forschungsagenda, eine Einsatzstrategie, eine europäische Roadmap für Wasserstoff- und Brennstoffzellen und eine europäische Partnerschaft für Wasserstoff- und Brennstoffzellen. Die hochrangige Gruppe leitender Vertreter von Industrie- und Forschungseinrichtungen empfahl in ihrem Bericht, dass eine strategische Forschungsagenda die besten Forscher in Europa zusammenbringen sollte, um eine kritische Masse an Ressourcen, Anstrengungen und Kompetenzen zur Überwindung der bestehenden technischen Hindernisse und sozioökonomischen Probleme zu generieren. In dem Bericht heißt es insbesondere, die Agenda müsse die technologischen Herausforderungen der Wasserstoffproduktion, -verteilung, -lagerung, infrastruktur und -sicherheit sowie der Leistungsfähigkeit, Lebensdauer und Kosten der Brennstoffzellen angehen. Außerdem müsse sie zur laufenden Überprüfung und Verfeinerung einer europäischen Wasserstoff-Roadmap beitragen, wobei die Ziele und Überprüfungskriterien auf den Forschungsergebnissen basieren müssten. Für die Umsetzung der strategischen Forschungsagenda empfiehlt der Bericht die Bestimmung von europäischen virtuellen Exzellenzzentren, die als Mittelpunkt für Forschung, die Schaffung von Projekten zur Demonstration von Prototypen und die Definition von Vorschriften zu geistigem Eigentum, die die internationale Verbundforschung fördern, fungieren sollten. Ein unterstützender politischer Rahmen erfordert öffentliche Mittel zur Förderung der Maßnahmen und Teilung der Risiken mit der Industrie im Zusammenhang mit der Forschung, der Entwicklung und dem anfänglichen Einsatz. Unterstützende politische Maßnahmen könnten außerdem die Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen zur Ankurbelung der Nachfrage nach neuen Technologien, die Beseitigung von Regulierungshindernissen für die Vermarktung von Wasserstoff- und Brennstoffzellen sowie die Entwicklung gemeinsamer Codes und Standards umfassen. De Palacio begrüßte den Bericht mit folgenden Worten: "Das Ziel dieser Gruppe war die Formulierung einer gemeinsamen Vision hinsichtlich des Beitrags, den Wasserstoff- und Brennstoffzellen zur Realisierung nachhaltiger künftiger Energiesysteme leisten könnten. Als Kommissarin für die Energie- und Verkehrspolitik habe ich die hochrangige Gruppe aufgefordert, einen realistischen Bericht abzugeben, und ich bin zufrieden mit dem Ergebnis ihrer Arbeit." Busquin beschrieb den Bericht der Gruppe als "ein wichtiges Dokument für die Energiepolitiken der Union" und fügte hinzu, dass die hochrangige Gruppe in sechs Monaten intensiver Arbeit "erstmals eine gemeinsame Vision der europäischen Industrie in Bezug auf die Wasserstoffwirtschaft formuliert" habe. Busquin wies darauf hin, dass die Herausforderungen für die Wasserstofftechnologien noch bedeutend seien, erinnerte die Delegierten jedoch daran, dass das erste Energieverteilungsnetz erst 20 Jahre nach der Demonstration der ersten Glühbirne installiert wurde. De Palacio betonte, dass die Wasserstoffwirtschaft zwar 20 bis 30 Jahre für ihre Entwicklung benötige, wichtige politische Entscheidungen aber sofort getroffen werden müssten.

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