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Inhalt archiviert am 2023-01-13

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Erste Ergebnisse des Projekts ICAROS NET zeigen Fortschritte bei der Bekämpfung der städtischen Luftverschmutzung

Aus den Ergebnissen eines von der Kommission finanzierten Projekts zur Überwachung der städtischen Luftverschmutzung geht hervor, dass die Überwachung von Schwebstaub per Satellit deutliche Vorteile gegenüber traditionellen Methoden hat und dass die Maßnahmen zur Verringerung ...

Aus den Ergebnissen eines von der Kommission finanzierten Projekts zur Überwachung der städtischen Luftverschmutzung geht hervor, dass die Überwachung von Schwebstaub per Satellit deutliche Vorteile gegenüber traditionellen Methoden hat und dass die Maßnahmen zur Verringerung der Umweltverschmutzung Wirkung zeigen. Die Ergebnisse des Projekts ICAROS NET, das unter der Leitung der Kommission und unter Beteiligung von zehn Partnern aus Griechenland, Deutschland, Ungarn und Italien durchgeführt wird, wurden auf einer Veranstaltung am 27. Juni in Budapest vorgestellt. Erste Schlussfolgerungen aus einem Pilotprojekt in Athen zeigen, dass die Überwachung von Schwebstaub per Satellit genauso zuverlässig ist wie bodengestützte Alternativen, jedoch ein besseres Gesamtbild von Umweltinformationen liefert. Forschungskommissar Philippe Busquin erläuterte: "Kleine Schwebteilchen bilden eine der größten durch Luftverschmutzung verursachten Gefahren für die menschliche Gesundheit. Wenn wir den Entscheidungsprozess in Bezug auf Umwelt- und Gesundheitsschutz in der EU verbessern wollen, benötigen wir zuverlässige und genaue Daten über die Luftverschmutzung. Die Überwachung der Luftverschmutzung ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Weltraumtechnologie zum Nutzen der Bürger eingesetzt werden kann. Sie liefert ein weiteres Argument dafür, die Investitionen der EU im Bereich Raumfahrt aufzustocken." Erste Analysen eines der ersten Pilotprojekte unter ICAROS NET ergaben in Athen eine Genauigkeit von über 90 Prozent. Darüber hinaus hat das System klar die Hauptquellen für die Verschmutzung mit Schwebteilchen in der Region identifiziert. Dazu zählen Schwerindustrie, Straßenverkehr und die Beheizung von Wohngebäuden mit Heizöl. Zusammen mit historischen Informationen, die bis 1987 zurückreichen, wurden diese Daten Informationen über Umweltmaßnahmen gegenübergestellt und analysiert, die seit 1990 in der Region durchgeführt wurden. Die Forscher kamen zu der Erkenntnis, dass die Maßnahmen eine wesentliche Auswirkung darauf hatten, das Wirtschaftswachstum von einer Verschlechterung der Umweltqualität abzukoppeln. Die im Rahmen von ICAROS NET gesammelten Daten lassen sich auch mit anderen Informationen wirksam kombinieren, beispielsweise im Bereich Gesundheitsschutz. Durch die Einbeziehung von Daten aus epidemiologischen Studien über zu erwartende Auswirkungen der Luftverschmutzung auf die Gesundheit ermöglicht ICAROS NET die quantitative Bewertung und Kartierung der antizipierten Gesundheitsrisiken durch winzige Partikel zu einem bestimmten Zeitpunkt. Die Teilnehmer an der Präsentation in Budapest haben nun die Aufgabe zu erörtern, wie sich dieses neue System zur Überwachung und Bewertung der Luftverschmutzung in der EU und in Drittländern anwenden lässt. Angesichts der Notwendigkeit eines koordinierten internationalen Ansatzes zu Fragen der Umweltverschmutzung wird dazu aufgefordert, das ICAROS NET-System in allen Mitgliedstaaten und Beitrittsländern einzusetzen. In den kommenden 18 Monaten wird das ICAROS NET-Team weiterhin Daten des Athener Pilotprojekts analysieren und die Pilot-Initiative auf München ausweiten.

Länder

Deutschland, Griechenland, Ungarn, Italien

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