Bekämpfung der Luftverschmutzung aus dem Weltraum
Das von der Europäischen Kommission geförderte Projekt ICAROS-NET hat eine neuartige Technik zur Beobachtung der Luftverschmutzung durch Schwebeteilchen entwickelt, die mit satellitengestützten Sensoren arbeitet. An ICAROS-NET (Integrated computational assessment of urban air quality via remote observation systems NETwork - Integrierte computergestützte Auswertung der städtischen Luftqualität mit Hilfe eines ferngesteuerten Beobachtungsnetzes) sind elf Partner aus Deutschland, Griechenland, Italien und Ungarn beteiligt, die mit der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) der Kommission zusammenarbeiten. Die Fördermittel stammen aus dem Programm "Umwelt und Klima" des Vierten Rahmenprogramms. Das neuartige System überwacht die Luftverschmutzung mit hoch auflösenden Sensoren in Gebieten von nur 30 Meter Durchmesser, indem sie den Lichtanteil, der von den Schwebeteilchen absorbiert wird, messen. "Mit dem ICAROS-NET wird ein benutzerfreundliches System zur Messung der Luftqualität zur Verfügung stehen, das es den Regierungen erleichtert, die richtigen umweltpolitischen Entscheidungen zu treffen", so Philippe Busquin, das für die Forschung zuständige Kommissionsmitglied. "Das Projekt ist ein hervorragendes Beispiel für die Art von Dienstleistungen, die aus der Initiative der EU-Kommission hervorgehen, eine globale Umwelt- und Sicherheitsüberwachung (Global Monitoring for Environment and Security capability (GMES)) aufzubauen." Das satellitengestützte System soll in urbanen Gebieten in ganz Europa getestet werden. Durch die Zusammenführung der Daten der satellitengestützten Sensoren und der bodengestützten Messungen wird das ICAROS-NET ein zuverlässiges Bild der großflächigen Luftverschmutzung liefern können. Ferner verbindet man mit den Ergebnissen die Hoffnung, dass sie umweltpolitische Entscheidungen in Europa erleichtern und die Wirksamkeit internationaler Umweltabkommen verbessern werden.