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Inhalt archiviert am 2023-01-13

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Bewertung der ersten Aufrufe zur Vorschlagseinreichung: Europäischer Forschungsraum nimmt Gestalt an

Die Tatsache, dass anlässlich des ersten Aufrufs zur Vorschlagseinreichung für das Sechste Rahmenprogramm (RP6) weniger Vorschläge für die neuen Finanzierungsinstrumente eingingen als bei der Reaktion auf den Aufruf zur Interessenbekundung, deutet nach Auffassung eines Spreche...

Die Tatsache, dass anlässlich des ersten Aufrufs zur Vorschlagseinreichung für das Sechste Rahmenprogramm (RP6) weniger Vorschläge für die neuen Finanzierungsinstrumente eingingen als bei der Reaktion auf den Aufruf zur Interessenbekundung, deutet nach Auffassung eines Sprechers der Kommission darauf hin, dass ein Integrationsprozess unter den wissenschaftlichen Einrichtungen stattfindet. Im Anschluss an die Einreichung von 1.400 Interessenbekundungen bezüglich der neuen Instrumente gingen schließlich nur 70 Vorschläge zur Bewertung nach dem ersten Aufruf zur Vorschlagseinreichung für den vorrangigen Themenbereich "globale Veränderungen und Ökosysteme" des RP6 ein. Während eine große Anzahl von Interessenbekundungen auf ein großes Interesse hindeutete, ist die Kommission der Auffassung, dass die rückläufige Anzahl eingereichter Vorschläge belegt, dass die wissenschaftlichen Einrichtungen den Zielen des Europäischen Forschungsraums entsprechen, was die Zusammenarbeit zur Schaffung eines besser strukturierten, integrierten und sehr wettbewerbsfähigen Forschungsumfelds angeht. "Für künftige Aufrufe muss dieser Integrationstrend gefördert werden und ein angemessenes Wettbewerbsniveau muss aufrechterhalten werden, um sicherzustellen, dass möglichst qualitativ hochwertige Projekte eingereicht werden", erläuterte der Sprecher. Für den ersten Aufruf in diesem Bereich wurden insgesamt 176 Projektvorschläge eingereicht und von den 39 Projekten, die ausgewählt wurden, verwenden zwölf Projekte die neuen Instrumente des RP6 und 27 die traditionellen Instrumente. Die Kommission wird jetzt Verhandlungen mit den Projektkonsortien aufnehmen, um die 170 Millionen Euro, die im Rahmen des ersten Aufrufs zur Verfügung stehen, zuzuweisen. Die Kommission war zwar erfreut über die Gesamtqualität der Vorschläge, konnte das Arbeitsprogramm aber noch nicht abschließen. Die drei Themen Strategien zur Anpassung und Abschwächung des globalen Wandels, Klimaänderung, Überschwemmungen und Dürre sowie Klimamodellierung auf regionaler Einzugsebene werden nicht von den ausgewählten Projekten abgedeckt. Ein Bereich, in dem Verbesserungen vorgenommen werden könnten, sind die gemeinsamen Programmaktivitäten für Vorschläge zu Exzellenznetzen. "Künftige Antragsteller müssen bedenken, dass das Hauptziel von Exzellenznetzen in der Integration von Ressourcen - finanziellen, Human- und Infrastrukturressourcen - und der Beseitigung der Zersplitterung im Hinblick auf den Aufbau einer wettbewerbsfähigen europäischen Erwerbsbevölkerung in einem bestimmten Bereich besteht", so der Sprecher. Zur Stärkung der Kohäsion und Komplementarität der acht Integrierten Projekte und vier Exzellenznetze, die ausgewählt wurden, wird die Kommission die Entwicklung von Verbindungen und Synergien während der Umsetzungsphase fördern. Zu den ausgewählten Projekten, bei denen Synergien möglich sind, gehören ENSEMBLES, ein Integriertes Projekt, das ein gemeinsames Prognosesystem für den Klimawandel auf der Grundlage der aktuellen in Europa entwickelten Erdsystemmodelle mit Feinauflösung entwickeln wird. Der Ansatz wird erstmals eine objektive probabilistische Einschätzung der Ungewissheit bezüglich des künftigen Klimas für Jahreszeiten, Jahrzehnte und längere Zeiträume ermöglichen. Für den Bereich marine Artenvielfalt und Ökosysteme haben die Gutachter der Kommission das MARBEF-Projekt ausgewählt. Dieses Exzellenznetz wird eine Reihe von Aktivitäten ausführen, einschließlich der Entwicklung eines europäischen "Taxonomy-Clearingsystems" und eines gemeinsamen Schulungsprogramms. Im Rahmen des Projekts wird auch ein Verwaltungsrat gebildet im Hinblick auf die Schaffung von Verbindungen zu Finanzierungseinrichtungen und politischen Entscheidungsträgern auf nationaler und europäischer Ebene. Es wird erwartet, dass MARBEF somit auch einen Beitrag zu der Forschungsstrategie der EU zur Artenvielfalt und den Forschungsstrategien der Mitgliedstaaten zur Artenvielfalt sowie zu internationalen Initiativen und Vereinbarungen leistet. Rund 20 Prozent der Partner sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU), eine Zahl, die nach Auffassung der Kommission die weitere KMU-Beteiligung an künftigen Aufrufen fördern wird. Die geografische Verteilung der beteiligten Partner zeigt eine starke Präsenz von Drittländern und assoziierten Ländern. Von den zwölf Projekten, die die neuen Instrumente nutzen, stammen etwa zehn Prozent aus Beitrittsländern. Diese Zahlen sind zwar ermutigend, nach Aussagen der Kommission jedoch noch nicht ausreichend.

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