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Inhalt archiviert am 2023-01-13

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EU zeichnet Nachwuchswissenschaftler aus

Die Preisverleihungszeremonie des 15. EU-Wettbewerbs für Nachwuchswissenschaftler fand am 25. September in Budapest (Ungarn) statt. Nach einer einwöchigen Beratung über insgesamt 75 Ausstellungen verlieh eine internationale Jury aus elf Wissenschaftlern drei erste Preise im W...

Die Preisverleihungszeremonie des 15. EU-Wettbewerbs für Nachwuchswissenschaftler fand am 25. September in Budapest (Ungarn) statt. Nach einer einwöchigen Beratung über insgesamt 75 Ausstellungen verlieh eine internationale Jury aus elf Wissenschaftlern drei erste Preise im Wert von jeweils 5.000 Euro an drei Nachwuchswissenschaftler aus Deutschland und Ungarn. Außerdem wurden drei zweite und dritte Preise sowie vier Ehrenauszeichnungen und sieben Sonderauszeichnungen verliehen. Das Preisgeld belief sich auf insgesamt 28.500 Euro. Der Vorsitzende der Jury Ulf Merbold von der Europäischen Weltraumorganisation sagte gegenüber CORDIS-Nachrichten, dass sich die Auswahl der Gewinner angesichts der Vielfalt der vertretenen Fachbereiche und ihrer herausragenden Qualität äußerst schwierig gestaltet habe. "Ich bin insgesamt wirklich beeindruckt von den diesjährigen Beiträgen", sagte er. "Ich denke, dies ist die Spitze der künftigen europäischen Wissenschaftsgemeinschaft." Uwe Treske, ein 18-jähriger Gymnasiast aus Hamburg, wurde für sein Projekt zu einem Low-cost-Tunnelmikroskop, das er mit lediglich 50 Euro entworfen hat, ausgezeichnet. Ebenso innovativ war die Entwicklung eines Satzes Hi-Fi-Plasma-Lautsprecher durch den 19-jährigen ungarischen Preisträger Gábor Németh. Die 19-jährige Jana Invanidze erhielt ebenfalls einen ersten Preis für ihre Untersuchung des internen pH des endoplasmatischen Reticulum, eines Zellorganell, das an der Proteinsynthese beteiligt ist. Ihre Ergebnisse könnten die Weiterentwicklung der Hormontherapie in der Zukunft unterstützen. Der Wettbewerb ist Teil des Programms "Wissenschaft und Gesellschaft" des Sechsten Rahmenprogramms. Sein Ziel besteht in der Ermutigung junger Menschen, ihrem wissenschaftlichen Interesse nachzugehen und wissenschaftliche Karrieren einzuschlagen. Einige der Preisträger schienen jedoch keine Ermutigung zu benötigen. Invanidze sagte gegenüber CORDIS-Nachrichten, sie habe vor beinahe fünf Jahren mit der Arbeit an ihrem Projekt begonnen, als sie ihr Interesse für Biologie und Chemie entdeckte. "Ich wollte nicht nur Bücher lesen, sondern sehen, wie die Arbeit in einem Labor aussieht", sagte sie. "Ich bin vielen Leuten auf die Nerven gegangen, bis ich in ein Labor an der Universität München gelassen wurde", fügte Invanidze hinzu. Dank der Hilfe eines aufgeschlossenen Professors hatte Invanidze die Gelegenheit, an einer Reihe laufender Projekte an der Universität teilzunehmen und lernte eine Menge über Molekularbiologie und Biochemie. Obwohl sie sich sehr darüber freut, den Preis gewonnen zu haben, hat Invanidze eigenen Angaben zufolge ihre Pläne, im Herbst ein Medizinstudium aufzunehmen, nicht geändert. "Natürlich ist es sehr motivierend, dass eine so hochrangige Jury meine Arbeit als die beste erachtet", sagte sie gegenüber CORDIS-Nachrichten. "Dies hat meinen Wunsch verstärkt, nach meinem Abschluss einen Doktortitel zu erwerben." Der Generaldirektor für Forschung Achilleas Mitsos, der die Preise übergab, sagte, für ihn sei die offenkundige Begeisterung für die Wissenschaft unter den Wettbewerbsteilnehmern sehr ermutigend. "Junge Menschen und Wissenschaft sind die Zukunft", sagte er. "Es gibt eine sehr einfache Gleichung: Damit die EU wächst, muss die Wissenschaft absolute Priorität für uns haben." Dennoch wies Mitsos darauf hin, dass Wissenschaft der Gesellschaft nicht aufgedrängt werden kann: Ein Dialog zwischen der Öffentlichkeit und der Wissenschaft muss eine Voraussetzung sein. "Nachwuchswissenschaftler sollten als entscheidendes Element für diesen Dialog betrachtet werden", sagte er. "Wenn wir keinen Weg finden können, um wissenschaftliche Laufbahnen attraktiv zu machen, und es uns nicht gelingt, dass junge Menschen wieder Spaß an der Wissenschaft haben, dann haben wir versagt." Die Kommission investiert 80 Millionen Euro in Maßnahmen zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. "Dieser Wettbewerb ist nur ein Element einer komplexen Politik, die wir zur Förderung der Wissenschaft zu entwickeln versuchen", sagte Mitsos gegenüber CORDIS-Nachrichten und wies darauf hin, dass derzeit eine Reihe von Projekten abgeschlossen werde, die sich damit beschäftigen werden, wie Praktiken für den wissenschaftlichen Unterricht in Grundschulen verbessert werden können.

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