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Busquin: Energische und konzertierte Maßnahmen zur Bekämpfung der weltweiten Wasserkrise erforderlich

Vor dem Hintergrund des diesjährigen World Habitat Day zum Thema "Water and Sanitation for Cities" (Wasser und Hygiene für Städte) am 6. Oktober hat EU-Forschungskommissar Philippe Busquin seine Unterstützung und sein Engagement für die Millenniums-Entwicklungsziele der Verein...

Vor dem Hintergrund des diesjährigen World Habitat Day zum Thema "Water and Sanitation for Cities" (Wasser und Hygiene für Städte) am 6. Oktober hat EU-Forschungskommissar Philippe Busquin seine Unterstützung und sein Engagement für die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen rund um Wasserfragen erneut betont. In einem Vortrag im United Nations House in Brüssel führte Busquin aus, dass die Wasserqualität und -knappheit zwei der größten Herausforderungen in der Welt von heute seien. "Menschen in Entwicklungsländern erleben die "doppelte Ungerechtigkeit" angesichts des Preises, den sie für Wasser bezahlen müssen, dessen Genuss oder Verwendung gefährlich ist", sagte der Kommissar. "Die Versorgung der armen Bevölkerung in Städten mit reinem Wasser und grundlegender Hygiene ist eine entscheidende Herausforderung, die internationale energische und konzertierte Maßnahmen erforderlich macht." Laut Schätzungen leben fast eine Milliarde Menschen oder 32 Prozent der Stadtbevölkerung weltweit in Slums, die Mehrheit davon in Entwicklungsländern. In der Millenniumserklärung der Vereinten Nationen verpflichteten sich Staats- und Regierungschefs aus aller Welt dazu, diese immense Herausforderung anzugehen, indem sie das Ziel festlegten, eine erhebliche Verbesserung der Lebensbedingungen von mindestens 100 Millionen Slumbewohnern bis zum Jahr 2020 zu erreichen. Insbesondere kamen sie überein, das Wasser- und Hygieneproblem der Armen in Slums und informellen Siedlungen anzugehen, und gaben das Versprechen ab, die Anzahl der Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Wasser haben, bis zum Jahr 2015 zu halbieren. "Die Kommission hat ihrerseits eigene Initiativen gestartet, um Probleme im Zusammenhang mit Wasser anzugehen", erklärte Busquin mit Verweis auf die Initiative "Water for Life", mit der Zugang zu sauberem Wasser gewährleistet und die Annahme und Praxis von Ansätzen zu Einzugsgebieten basierend auf wissenschaftlichen Kenntnissen und Innovation verbreitet werden soll. Busquin wies außerdem auf die Konzepte hin, die unter dem vorrangigen Themenbereich "Nachhaltige Entwicklung, globale Veränderungen und Ökosysteme" des Sechsten Rahmenprogramms ausgearbeitet werden, und bekräftigte, dass sich das entsprechende Arbeitsprogramm unter anderem darauf konzentriere, auf die Entwicklungsländer zuzugehen und sie dabei zu unterstützen, im Zusammenhang mit einer schnell voranschreitenden Urbanisierung auftretende Probleme wie Wasser und Hygiene zu thematisieren. Während der nächsten vier Jahre gibt die Kommission mehr als zwei Milliarden Euro für Initiativen zur Beschleunigung einer nachhaltigen Entwicklung in Europa sowie in den Entwicklungsländern aus. Ein Konzept, das bereits unter dem RP6 entwickelt wird, ist die Modellierung von Mechanismen für die Wasserwirtschaft, die auf Entwicklungsländer übertragen werden können. "Europa hat das Fachwissen und Know-how in diesem Bereich", führte der Kommissar aus. "Durch eine Zusammenarbeit bei der Modellierung von Prozessen können Investitionen und Humanressourcen optimal eingesetzt werden, und es kann eine globale Vision der Wasserwirtschaftsprozesse entwickelt werden." Ein funktionierendes Beispiel für dieses Konzept ist das TWINBAS-Projekt, das sich auf Partnerschaften ("Twinning") von Einzugsgebieten Europas und aus Drittländern zur Entwicklung einer integrierten Wasserressourcenwirtschaft bezieht. Zur Erreichung der Ziele wird eine Reihe von Forschungsaufgaben zu den Themen Hydrologie, Modellierung der Verschmutzungsverbreitung, Folgenabschätzung, Sozioökonomie, Szenarienanalyse und Effizienz von Maßnahmen durchgeführt. Ein weiteres unter dem RP6 gefördertes Twinning-Projekt ist eine Partnerschaft von vier Einzugsgebieten in Spanien, Israel, Namibia und Südafrika. Der Schwerpunkt des WADE-Projekts wird auf der langfristigen Bewertung von Wasserressourcen in ausgewählten semiariden bis hyperariden ephemeren Einzugsgebieten durch die Bestimmung von Übertragungsverlusten aufgrund von Überschwemmungen und die Messung des Rückflusses von Überschwemmungswasser in alluviale Aquifere liegen. Die Kommission veröffentlicht im Jahr 2004 einen Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen für integrierte Projekte mit dem Schwerpunkt auf Partnerschaften zwischen europäischen Technologiezentren und Entwicklungsländern, um damit langfristige technologische Lösungen im Bereich der nachhaltigen Entwicklung zu schaffen.

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