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Inhalt archiviert am 2023-01-13

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Kommission und deutsche Regierung einig über Bedeutung der Bildung für eine Wissensgesellschaft

Am 16. Oktober rief die EU-Kommissarin für Bildung und Kultur Viviane Reding zu weiteren Anstrengungen auf, einen europäischen Hochschulraum zu schaffen und so eine Wissensgesellschaft zu sichern. Einen Tag später versprach der deutsche Staatssekretär im Bundesministerium für ...

Am 16. Oktober rief die EU-Kommissarin für Bildung und Kultur Viviane Reding zu weiteren Anstrengungen auf, einen europäischen Hochschulraum zu schaffen und so eine Wissensgesellschaft zu sichern. Einen Tag später versprach der deutsche Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung Wolf-Michael Catenhusen, dass Frankreich und Deutschland Motor dieser Initiative sein würden. "Wir haben Beweise, dass Investitionen in Personal mindestens in demselben Maße zu Wachstum und Produktivität beitragen wie Kapital- oder Materialinvestitionen", so Reding. "Aus- und Weiterbildung sind daher die Voraussetzungen für gut qualifizierte Arbeitskräfte und für eine innovative Gesellschaft", fügte sie hinzu. Es gibt jedoch Beweise, dass die Union und die Mitgliedstaaten einfach nicht genug unternehmen. Weniger als einer von zehn Erwachsenen in Europa nimmt an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen teil. Obwohl es in der EU mehr Hochschulabsolventen in den naturwissenschaftlichen und technischen Fächern gibt als in den USA und Japan, gehen der Gemeinschaft viele der Absolventen an diese Länder verloren, da diese dort ihr Lernen fortsetzen. Die EU bleibt so mit weniger Forschern zurück als ihre Wettbewerber. "Wir versuchen eine Wissensgesellschaft in Europa aufzubauen, aber wir vergessen ihre eigentliche Grundlage: Menschen aus- und weiterzubilden. Dadurch gefährden wir unsere zukünftige Wachstumsfähigkeit und unsere Wettbewerbsfähigkeit", so die Kommissarin. Was ist die Lösung? Laut Reding besteht die Lösung darin, Europa zu einem der beliebtesten Ziele für Studierende, Forscher und Professoren zu machen. Dies umfasse die Förderung von Spitzenleistungen an europäischen Hochschulen und die Bereitstellung der notwendigen Ressourcen für diese. Mindestens zwei der EU-Mitgliedstaaten konzentrieren sich bereits auf Hochschulbildung. Die Gründung des fünften deutsch-französischen Graduiertenkollegs habe die beiden Länder beim Ausbau einer gemeinsamen Doktorandenausbildung ein Stück vorangebracht, erklärte Catenhusen. Zusätzlich zu gemeinsamen Studienprogrammen arbeiten Frankreich und Deutschland auch an einer engeren Vernetzung ihrer wissenschaftlichen Spin-offs. Deutschlands äußerst enge Koordination mit Frankreich in den Bereichen Bildung und Forschung, die es laut Catenhusen mit keinem anderen Land gibt, zeige sich auch in der gemeinsamen Initiative für mehr Wachstum in Europa, so der Staatssekretär. Die Initiative hebe technologischen Fortschritt und Forschungszusammenarbeit als wichtigste Prioritäten hervor. Sie werde durch öffentliche Investitionen unterstützt werden.

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Deutschland, Frankreich

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