CORDIS - Forschungsergebnisse der EU
CORDIS

Article Category

Nachrichten
Inhalt archiviert am 2023-01-13

Article available in the following languages:

OECD veröffentlicht politische Erklärung zur Breitbandtechnologie

Aus Sicht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist eine technologieneutrale Regierungspolitik von entscheidender Bedeutung, um den wirtschaftlichen und sozialen Nutzen der Breitbandtechnologie voll auszuschöpfen. In einer am 27. Oktober v...

Aus Sicht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist eine technologieneutrale Regierungspolitik von entscheidender Bedeutung, um den wirtschaftlichen und sozialen Nutzen der Breitbandtechnologie voll auszuschöpfen. In einer am 27. Oktober vorgelegten Erklärung beschreibt der OECD-Ausschuss für Information, Computer und Kommunikationspolitik (ICCP) die Grundsätze, die aus seiner Sicht der Entwicklung des Breitband-Internetzugangs zugrunde liegen sollten, und nennt mehrere Schwerpunkte für Maßnahmen. Bezüglich der verschiedenen Breitbandtechnologien, die zurzeit auf dem Markt sind, wie etwa DSL-, Kabel-, feste drahtlose und Satellitenverbindungen, schreibt die OECD: "Die Regierungspolitik muss wettbewerbsfreundlich sein, wobei besonders auf die Neutralität zwischen diesen verschiedenen Technologien zu achten ist." Ein zweites Leitmotiv der politischen Erklärung ist die Förderung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) für die Weiterentwicklung der Breitbandtechnologie und die Verbesserung seiner wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Effizienz. Weitere Standards, die nach Meinung der OECD der Entwicklung der Breitbandnetze zugrunde liegen sollten, sind die Gewährleistung einer adäquaten Datensicherheit und des Schutzes der Privatsphäre, der Zugang für alle Bürger zu angemessenen Preisen ungeachtet des Wohnorts sowie rechtliche Rahmenbedingungen, die z.B. in der Frage der geistigen Eigentumsrechte ein Gleichgewicht zwischen den Interessen von Anbietern und Nutzern gewährleisten. Wo dies noch nicht der Fall ist, sollten die Regierungen tätig werden, um die Telekommunikationsmärkte zu liberalisieren, so die politische Erklärung. Allerdings könnten dort, wo nicht genügend Wettbewerb herrscht, zudem wettbewerbsfördernde Schutzbestimmungen notwendig sein. Die Regierungen könnten eine Schlüsselrolle bei der Demonstration des Potenzials von Breitbanddiensten und -inhalten spielen, insbesondere indem sie die Technologie zur Steigerung der Effizienz von Behördendiensten einsetzen. Staatliche Breitbandstrategien sollten den Schwerpunkt auf Bildungs-, Gesundheits- und allgemeine Informationsdienste legen. In den OECD-Ländern stieg die Zahl der Breitbandabonnenten in den zwölf Monaten bis September 2003 um mehr als 50 Prozent, was aus Sicht der OECD die Bedeutung des Hochgeschwindigkeitszugangs zum Internet als Wachstumsfaktor deutlich macht. Hugo Parr, Vorsitzender des ICCP-Ausschusses und Abteilungsleiter im norwegischen Ministerium für Handel und Industrie, sagte: "IKT ist die wichtigste Antriebskraft des Wirtschaftswachstums, und das Breitband ist wahrscheinlich derzeit die wichtigste bereichsübergreifende Entwicklung auf dem Gebiet der IKT. Die richtigen politischen Antworten können enorme Auswirkungen auf den öffentlichen und privaten Sektor haben."