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Kommission ergreift Maßnahmen zur Erhöhung der Beteiligung von KMU am RP6

Die Beteiligung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) an ausgewählten Vorschlägen des Sechsten Rahmenprogramms (RP6) im Rahmen des ersten Aufrufs in den vorrangigen Themenbereichen entspricht 13 Prozent des verfügbaren Budgets. Dies teilte Xabier Goenaga, Referatsleiter ...

Die Beteiligung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) an ausgewählten Vorschlägen des Sechsten Rahmenprogramms (RP6) im Rahmen des ersten Aufrufs in den vorrangigen Themenbereichen entspricht 13 Prozent des verfügbaren Budgets. Dies teilte Xabier Goenaga, Referatsleiter bei der GD Forschung der Kommission, mit. In einem Interview mit CORDIS-Nachrichten bezeichnete Goenaga die Zahlen als "ermutigend", erklärte jedoch, dass die Kommission Maßnahmen ergreifen werde, um sie weiter zu verbessern. Das von der Kommission festgesetzte Ziel für die KMU-Beteiligung an dem Programm beträgt 15 Prozent. "Diese Zahlen sind ermutigend, aber nicht ausreichend. Wir werden Anstrengungen unternehmen müssen, um sie in Zukunft zu verbessern", so Goenaga. Er erklärte, dass die erste Initiative, die die Kommission ergreifen würde, in der genauen Überwachung der Vertragsverhandlungen des ersten Aufrufs bestehen würde, um sicherzustellen, dass die Zahl von 13 Prozent auch noch am Ende dieses Verfahrens gelte. Von besonderer Bedeutung seien diejenigen Konsortien, die mit Kürzungen ihrer vorgeschlagenen Budgets konfrontiert werden. Goenaga stellte außerdem weitere von der Kommission geplante Korrekturmaßnahmen zur Förderung der Anzahl kleiner Unternehmen, die am RP6 teilnehmen, heraus. Eine umfasst die Veröffentlichung von "Topping-up-Aufrufen", in denen KMU aufgefordert werden, sich eingerichteten integrierten Projekten (IP) anzuschließen. "Dies ist eine sehr effiziente Möglichkeit für KMU, sich um eine Beteiligung am RP6 zu bewerben, da das Konsortium bereits tätig ist und eine Mindestanstrengung von deren Seite erfordert", so Goenaga. Ein weiterer Vorschlag besteht in der Ausweitung der Nutzung eines Instruments, das bereits im dritten vorrangigen Themenbereich angewandt wird, auf weitere Bereiche des RP6. Im Rahmen der ersten Aufrufe zur Vorschlagseinreichung wurde unter dem vorrangigen Themenbereich Nanotechnologie, Werkstoffe und Produktionsverfahren eine 40-Millionen-Euro-Ausschreibung für integrierte Projekte für KMU (KMU-IP) veröffentlicht. KMU-IP werden in Bereichen von besonderem Interesse für kleine Unternehmen eingerichtet und sind durch eine KMU-Beteiligung von mindestens 50 Prozent gekennzeichnet. KMU-IP sind kleiner als reguläre IP. Große Unternehmen können sich zwar an dem Konsortium beteiligen, sie müssen jedoch von kleinen Unternehmen mit starken Forschungskapazitäten koordiniert werden. Mit der Hilfe von Daten, die von der Task Force "KMU-Interservice" bereitgestellt werden, die die Fortschritte bei der KMU-Beteiligung an RP6-Aufrufen zur Vorschlagseinreichung überwacht, ist die Kommission in der Lage, vorrangige Themenbereiche zu ermitteln, in denen KMU unterrepräsentiert sind, obwohl dies nicht die Art und Weise beeinträchtigen wird, in der Korrekturmaßnahmen ergriffen werden. "In vorrangigen Bereichen wie Biowissenschaften, Luft- und Raumfahrt, Lebensmittelqualität und -sicherheit sowie globale Veränderungen ist die Beteiligung von KMU etwas geringer, aber in allen sieben Themenbereichen werden Korrekturmaßnahmen ergriffen, auch in denjenigen, die ihre Ziele erreicht haben", so Goenaga. Auf die Frage, was die Mitgliedstaaten tun könnten, um die Beteiligung ihrer kleinen Unternehmen an dem Rahmenprogramm zu maximieren, betonte Goenaga die Bedeutung der Schaffung nationaler und internationaler KMU-Supportnetze. Kleinere Unternehmen benötigten Hilfe bei der Identifikation ihrer Forschungs- und Innovationsbedürfnisse sowie potenzieller Industriepartner, mit denen sie zusammenarbeiten könnten, sagte er. Die Mitgliedstaaten sollten außerdem KMU unterstützen, die RP6-Vorschläge einreichen, sowohl durch finanzielle Instrumente als auch durch die Bereitstellung von Beratungsdienstleistungen. Schließlich wies Goenaga darauf hin, dass die Beteiligung von KMU aus den Bewerber- und Beitrittsländern am ersten Aufruf zur Vorschlagseinreichung im Allgemeinen gut war. Allerdings ist er der Meinung, dass das Niveau ihrer Beteiligung an den neuen Instrumenten erhöht werden könne. Die Kommission betrachtet derzeit zusammen mit Vertretern aus den Bewerberländern Möglichkeiten zur Verbesserung der Beteiligung an den neuen Instrumenten, es sollte jedoch darauf hingewiesen werden, dass dies nicht nur für KMU gilt, sondern für Unternehmen aller Größen.