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Erstes nationales Forschungsprogramm Maltas - EU-Programme ein "Anstoß"

Wie Wilfred Kenely, der Leiter des maltesischen Wissenschafts- und Technologierats, im Gespräch mit CORDIS-Nachrichten sagte, führte die Beteiligung Maltas an den EU-Rahmenprogrammen auf dem Gebiet der Forschung zum ersten nationalen Forschungsprogramm des Landes. Dieses Prog...

Wie Wilfred Kenely, der Leiter des maltesischen Wissenschafts- und Technologierats, im Gespräch mit CORDIS-Nachrichten sagte, führte die Beteiligung Maltas an den EU-Rahmenprogrammen auf dem Gebiet der Forschung zum ersten nationalen Forschungsprogramm des Landes. Dieses Programm ist am 24. November vorgestellt worden. Aus Kenelys Sicht geht es unmittelbar auf die Teilnahme Maltas sowohl am Fünften Rahmenprogramm (RP5) als auch an dessen Nachfolger, dem Sechsten Rahmenprogramm (RP6), zurück. "Unser Erfolg [in den Rahmenprogrammen] hat in Malta eine Bewegung losgetreten, die Forschung und Innovation zu einer wichtigen nationalen Aufgabe werden ließ", so Kenely. Am 28. November trafen sich die Minister und Regierungsvertreter der Beitritts- und Bewerberländer in Brüssel, um sich ein Bild von den Leistungen der Länder in den ersten Aufrufen zur Vorschlagseinreichung des RP6 zu machen. Nach Kenelys Angaben ist Malta sehr zufrieden mit seinem Abschneiden und darüber, dass "Malta seinen Platz im Europäischen Forschungsraum findet". Dies hätte zu Hause einen Katalysatoreffekt gehabt. "Der Erfolg ist nicht nur von der Mitgliedschaft in Konsortien, sondern auch von der Schaffung eines nationalen Rahmens abhängig, der anschließend auf die Europäische Gemeinschaft übertragen wird", sagte er. Wie Kenely gegenüber CORDIS-Nachrichten erläuterte, war der Wissenschafts- und Technologierat die "treibende Kraft" hinter der Einrichtung eines nationalen Forschungsprogramms, wobei das wichtigste Argument das Vorbild der Rahmenprogramme und der Aufbau von Kapazitäten war, der dort in Gang gekommenen war. Als kleines Land hat Malta seine Probleme bei der Teilnahme am RP6. "Wir haben nur wenige Einwohner, und es gibt Bereiche, wo wir über gar keine Kapazitäten verfügen, z.B. die Luft- und Raumfahrt", sagte Kenely. Maltas Stärken liegen eher in der Informationstechnologie, der Biotechnologie und der Umweltforschung. "Meines Erachtens ist nicht die Größe, sondern die Qualität ausschlaggebend", so Kenely. Er habe jedenfalls eine positive Einstellung, fügte er hinzu. Kenely lobte die Unterstützung der Kommission für die Beitritts- und Bewerberländer und verwies dabei insbesondere auf die Maßnahmen zur gezielten Unterstützung, die "vielen von uns helfen werden, so schnell wie möglich einen Gang zuzulegen". Auf die Frage, welche anderen Initiativen er zur Förderung Maltas und der übrigen Beitritts- und Bewerberländer befürworten würde, schlug er eine stärkere Förderung der speziellen gezielten Forschungsprojekte (STREP) vor. Für kleinere Länder wie Malta sei es schwierig, in eine Position zu kommen, wo sie die neuen, größeren Integrierten Projekte und Exzellenznetze koordinieren könnten, sagte er. Dennoch lehnt Kenely eine positive Diskriminierung zugunsten der Bewerberländer per se ab, denn die Kommission hätte nur die Aufgabe, die Instrumente bereitzustellen. Deren Einsatz sei Aufgabe der Bewerberländer, und dies sei auch der Fall.

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