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EU investiert mehrere Hundert Millionen Euro in Kampf gegen AIDS-Epidemie

Laut einem Bericht, der am Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember veröffentlicht wurde, sind weltweit schätzungsweise 40 Millionen Menschen mit dem HIV-Virus infiziert, davon etwa fünf Millionen Neuinfektionen allein im Jahr 2003. Aus dem Bericht "AIDS Epidemic Update 2003" zur aktuell...

Laut einem Bericht, der am Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember veröffentlicht wurde, sind weltweit schätzungsweise 40 Millionen Menschen mit dem HIV-Virus infiziert, davon etwa fünf Millionen Neuinfektionen allein im Jahr 2003. Aus dem Bericht "AIDS Epidemic Update 2003" zur aktuellen AIDS-Situation geht außerdem hervor, dass jeder fünfte Erwachsene im Süden Afrikas infiziert ist. Damit weist diese Region die weltweit höchste Infektionsrate auf. Daher investiert die Europäische Union umfassend in Programme zur Bekämpfung von HIV/AIDS in aller Welt. Von 2003 bis 2006 sollen im Rahmen des Programms für Maßnahmen gegen übertragbare Krankheiten, das sich sowohl gegen HIV/AIDS als auch gegen Malaria und Tuberkulose (TBC) richtet, über eine Milliarde Euro aufgewendet werden. Das Programm bietet eine vielgestaltige Methode zur Bekämpfung von AIDS. Seine Hauptziele bestehen in der verstärkten Wirksamkeit bestehender Maßnahmen, in der Senkung der Kosten für lebenswichtige Arzneimittel, in der Aufstockung der Investitionen in die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden und in der Förderung der internationalen Zusammenarbeit. Unter dem Sechsten Rahmenprogramm (RP6) werden etwa 400 Millionen Euro für diese beiden Schlüsselbereiche ausgegeben. Die Partnerschaft der europäischen und Entwicklungsländer für klinische Versuche (European-Developing Countries Clinical Trials Partnership - EDCTP), die darauf ausgerichtet ist, die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden gegen HIV/AIDS, Malaria und TBC zu beschleunigen, wird eine Unterstützung von 200 Millionen Euro erhalten. In gleichem Umfang wird die Grundlagenforschung zu den drei Krankheiten gefördert. Die EU unterstützt ebenfalls Maßnahmen, um HIV/AIDS innerhalb seiner eigenen Grenzen zu bekämpfen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf besonders gefährdeten Gruppen wie Migranten, Prostituierten, Häftlingen und Jugendlichen. 2004 wird sich die Kommission vor allem auf die Förderung der Sexualerziehung und der besten Methoden zur HIV-Vorbeugung konzentrieren. Diese Maßnahme wurde beschlossen, nachdem sich bei einer jüngsten Eurobarometer-Studie herausstellte, dass auch in Europa noch immer Aufklärungsbedarf über potenzielle Infektionswege besteht.