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Inhalt archiviert am 2023-01-20

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Bekämpfung von Fettleibigkeit: Nicht allein die Ernährung spielt eine Rolle

Wissenschaftler ließen auf einer europäischen Konferenz zu Fettleibigkeit verlauten, dass die Ernährung, besonders bei Kindern, nicht die einzige Ursache von Fettleibigkeit ist. Professor Claus Vögele von der Universität Surrey (VK) verwies auf eine der umfassendsten Studien ...

Wissenschaftler ließen auf einer europäischen Konferenz zu Fettleibigkeit verlauten, dass die Ernährung, besonders bei Kindern, nicht die einzige Ursache von Fettleibigkeit ist. Professor Claus Vögele von der Universität Surrey (VK) verwies auf eine der umfassendsten Studien zu Fettleibigkeit bei Kindern, die Kiel Obesity Prevention Study (KOPS), nach der keine nachweisbare Verbindung zwischen ungesunder Ernährung und Fettleibigkeit besteht. Stattdessen ist eher eine Anfälligkeit für Fettleibigkeit bei Kindern zu beobachten, die aus Familien mit niedrigem Einkommen stammen, sich nicht ausreichend bewegen oder fettleibige Eltern haben. "Wenn wir die zunehmende Fettleibigkeit ernsthaft eindämmen und gesündere Essgewohnheiten der Bürger Europas bewirken wollen, müssen wir handeln", sagte der EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz David Byrne am 8. Januar. Laut einigen Wissenschaftlern sind jedoch die Vorschläge der Kommission zur Lebensmittelkennzeichnung allein nicht ausreichend, um die Fettleibigkeitsrate zu senken. Der Vorschlag sieht vor, dass Hersteller von Lebensmitteln, die einen hohen Salz-, Zucker- oder Fettgehalt aufweisen, keinerlei Aussagen zur Gesundheit dieser Lebensmittel machen dürfen, und zwar unabhängig von in den Lebensmitteln möglicherweise enthaltenen Nährstoffen. Professor Vögele sprach sich für eine Konzentration auf eine verbesserte Aufklärung, soziale Unterstützung und Förderung der Bewegung im Kampf gegen die Fettleibigkeit aus, kritisierte aber gleichzeitig die westliche Gesellschaft dafür, der Gewichtsabnahme eine größere Bedeutung beizumessen als der Gesundheit. "Es gibt sehr gesunde übergewichtige Menschen - dies geht in der aktuellen Diskussion über Fettleibigkeit ein wenig unter", führte er aus. Zeitgleich mit der Konferenz wurde eine Studie vom Worldwatch-Institut veröffentlicht, nach der 25 Prozent der Weltbevölkerung einen Lebensstil genießen, der früher ausschließlich den Reichen vorbehalten war. Das Ergebnis ist ein Anstieg der Fettleibigkeit, der Schulden und des Zeitdrucks sowie eine Verringerung der Lebensqualität vieler Menschen.

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