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Inhalt archiviert am 2023-01-20

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Familie haben bedeutet für Wissenschaftlerinnen geringere internationale Mobilität als für Männer - so die Aussage einer Studie

Eine französische Untersuchung hat erbracht, dass die nur schwer erreichbare Vereinbarkeit von Karriere und Familie die internationale Mobilität von Wissenschaftlerinnen einschränkt. Obwohl der Hang zur Dissertation bei weiblichen Studienabsolventen genauso groß ist wie bei ih...

Eine französische Untersuchung hat erbracht, dass die nur schwer erreichbare Vereinbarkeit von Karriere und Familie die internationale Mobilität von Wissenschaftlerinnen einschränkt. Obwohl der Hang zur Dissertation bei weiblichen Studienabsolventen genauso groß ist wie bei ihren männlichen Kollegen, beeinträchtigen Ehe und Kinder die wissenschaftliche Produktivität von Frauen und ihren beruflichen Aufstieg. Die Studie weist auf die Notwendigkeit hin, den Besonderheiten der der beruflichen Laufbahn von Wissenschaftlern besondere Aufmerksamkeit zu widmen und die Gleichbehandlung der Geschlechter in diesem Bereich zu fördern. Damit steht sie im Einklang mit einer Mitteilung der Kommission über die Karriere von Wissenschaftlern. "Es ist jedoch ein generelles Umdenken in der Welt der Wissenschaft erforderlich, um Fortschritte in der Gleichbehandlung von Frauen und Männern erzielen zu können", erklärt Philippe Moguérou vom IREDU, dem französischen Institut für Bildungsforschung. Im Rahmen der Untersuchung wurden 504 Hochschulabsolventen von naturwissenschaftlichen Fächern (Physik, Chemie, Biologie und Mathematik) fünf Jahre nach Abgabe ihrer Dissertation befragt. Die Untersuchung der Gruppe ergab, dass mehr als 50 % der Hochschulabgänger ihre Studien noch fortsetzten, und zwar tendenziell mehr Frauen als Männer: 69 % der Frauen erwarben einen und 28 % zwei weitere Grade; bei den Männern lagen diese Anteile bei 53 bzw. 17 %. Bei den Frauen war jedoch die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie für ihr Studium in Frankreich blieben. Die Studie ergab, dass 71 % der männlichen Absolventen ihr Studium im Ausland fortsetzten, bei den Frauen belief sich der Anteil auf 51 %. Bei den Frauen war auch die Wahrscheinlichkeit kleiner, dass sie die Ausbildung in den USA und nicht in anderen europäischen Ländern absolvieren. Der Grund hierfür, so die Studie, ist in Ehe und Mutterschaft zu finden. Die Variable "Familie" hatte bei den Frauen mehr Einfluss als bei den Männern auf die Entscheidung darüber, ob das Postgraduiertenstudium im Ausland aufgenommen wurde oder nicht. Bei beiden Geschlechtern ließ jedoch die Variable "verheiratet bei Abschluss der Dissertation" die Wahrscheinlichkeit eines Postgraduiertenstudiums in den USA um 10 % sinken und die Wahrscheinlichkeit eines solchen Studiums in Frankreich um 5 % steigen, bei Frauen allerdings deutlicher als bei Männern. Im Vergleich mit nicht verheirateten Frauen war es bei verheirateten Hochschulabsolventinnen um 16 % weniger wahrscheinlich, dass sie ein Postgraduiertenstudium in den USA absolvieren.

Länder

Frankreich

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