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Inhalt archiviert am 2023-01-20

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Wissenschaftler behaupten, gentechnische Veränderung könne helfen, mit dem Klimawandel zurechtzukommen

Auf einer Sitzung der Royal Horticultural Society (RHS) in London erklärten Wissenschaftler, dass die Gentechnik einen Beitrag zur Reduzierung der Folgen der Erderwärmung auf einheimische Pflanzen- und Baumarten leisten könne. Des Weiteren erklärten die Wissenschaftler bei de...

Auf einer Sitzung der Royal Horticultural Society (RHS) in London erklärten Wissenschaftler, dass die Gentechnik einen Beitrag zur Reduzierung der Folgen der Erderwärmung auf einheimische Pflanzen- und Baumarten leisten könne. Des Weiteren erklärten die Wissenschaftler bei der am 16. März stattfindenden Sitzung, dass die durch gentechnische Veränderung für den Gartenbau entstehenden Vorteile so deutlich seien, dass den Gärtnern gelingen könne, wozu die Biotech-Industrie bisher nicht in der Lage war, nämlich für die Akzeptanz gentechnischer Veränderungen zu sorgen. "Wir sollten uns wegen der Aufregung über die derzeit erhältlichen gentechnisch veränderten Produkte, für die eine vergleichsweise primitive Technik eingesetzt wird, nicht gegenüber den für die Umwelt willkommenen Vorteilen verschließen, die sich durch eine höher entwickelte Gentechnik ergeben könnten", erklärte Dr. Phil Gates, Pflanzenbiologe an der Universität von Durham. Simon Thornton-Wood, wissenschaftlicher Leiter der RHS, stimmte dem zu: "Es gibt für alle Arten von Problemen, mit denen wir heute zu kämpfen haben, wie z.B. Klimawandel, Schädlinge und Krankheiten, eine Lösung [...] die zum großen Teil in der gentechnischen Veränderung zu suchen ist." Es bleibt jedoch abzuwarten, ob die öffentliche Meinung es den Wissenschaftlern möglich machen wird, die entsprechenden Forschungsarbeiten durchzuführen. Laut der Prognose der Wissenschaftler könnten die Durchschnittstemperaturen in den kommenden 50 Jahren um zwei Grad Celsius ansteigen. Dies würde zu einer fortschreitenden Verschiebung der Anbaugebiete aus gemäßigten Zonen nach Norden führen. Thornton-Wood erklärte, dass es sich bei diesen zwei Grad °C zwar scheinbar nur um eine geringfügige Veränderung handele, diese jedoch beträchtliche Auswirkungen auf die Anbaubedingungen für sämtliche Pflanzenarten haben könne. Tatsächlich benötigen in manchen Teilen Europas einige Obst- und Pflanzenarten den Frühjahrsfrost, um richtig wachsen zu können. Die Wissenschaftler sind sich darüber einig, dass diese Veränderungen, d.h. höhere Temperaturen und weniger Niederschlag, nicht mehr zu verhindern sind und es deshalb an der Zeit sei, zu überlegen wie man mit der Situation umgehen könne. Was den Gartenbau betrifft, so haben amerikanische Biotech-Unternehmen bereits gentechnisch veränderte Rasenarten entwickelt, die langsamer wachsen als konventionelle Gräser und widerstandsfähig gegenüber Dürreperioden sind. Gentechnik könne außerdem für Menschen mit Heuschnupfen hilfreich sein, argumentierte Dr. Gates, da pollenfreie Pflanzen und Bäume entstehen können. Ein weiterer Vorteil wären auch frostresistente krautartige Pflanzen sowie Pflanzen, die Nährstoffe effizienter absorbieren können und daher weniger Dünger benötigen. "Ich nehme an, dass Gärtner gegenüber dieser Art der Technik aufgeschlossener sind als andere Verbraucher", sagte Dr. Gates. "Gärtner blicken bereits auf eine lange Tradition von Innovation und Neuheiten zurück. Sie haben keine Bedenken, die Artengrenzen zu überschreiten oder Varianten zu schaffen. Bei vielen Rosen handelt es sich um Kreuzungen aus bis zu sechs Arten." Mit der neuen Biotechnologie könnten die Gärtner außerdem unabhängiger von chemischen Pestiziden und Düngemitteln werden. "Dies ist mehr als nur eine Diskussion über Lebensmittelsicherheit. Die Diskussion könnte auch einige Aspekte unseres Lebens betreffen, an die man nicht sofort denkt", schloss Thornton-Wood.

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