Skip to main content
Weiter zur Homepage der Europäischen Kommission (öffnet in neuem Fenster)
Deutsch de
CORDIS - Forschungsergebnisse der EU
CORDIS

Article Category

Inhalt archiviert am 2023-01-20

Article available in the following languages:

Europa unterzeichnet internationalen Vertrag über Artenvielfalt

Die Europäische Gemeinschaft und neun ihrer Mitgliedstaaten haben den Internationalen Vertrag über pflanzengenetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft ratifiziert und ermöglichen dadurch das Inkrafttreten des Vertrags am 29. Juni. Der Vertrag gewährleistet, dass pf...

Die Europäische Gemeinschaft und neun ihrer Mitgliedstaaten haben den Internationalen Vertrag über pflanzengenetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft ratifiziert und ermöglichen dadurch das Inkrafttreten des Vertrags am 29. Juni. Der Vertrag gewährleistet, dass pflanzengenetische Ressourcen für Forschung, Züchtung, Ernährung und Landwirtschaft erhalten und nachhaltig verwendet und die Vorteile aus ihrer Nutzung gerecht und fair über die Nord-Süd-Grenze verteilt werden. "Die Partnerschaft an diesem Vertrag ist für die Agrarforschung und die Kulturpflanzenzucht in der EU unerlässlich," hob David Byrne, EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz, hervor. "Ich gratuliere den Verhandlern, denen es gelungen ist, ein bedeutendes Übereinkommen über die Aufteilung der kommerziellen Vorteile [...] zum Nutzen der Allgemeinheit zu erarbeiten. Die EU wird weiterhin darauf hinarbeiten, noch mehr Arten in das multilaterale System einzubeziehen." Der Vertrag ist eine rechtsverbindliche Vereinbarung, die die wichtigsten landwirtschaftlichen Kulturpflanzen wie beispielsweise Äpfel, Reis, Kartoffeln, Mais und Hafer sowie 29 Futterarten erfasst. Im Laufe der Zeit hat sich die Artenvielfalt drastisch vermindert. Der Zugang zu einer breiten Palette an genetischen Ressourcen wird zur Entwicklung einer größeren Lebensmittelvielfalt führen, durch die das Risiko von Krankheit und Hunger gemindert und das Leben und die Ernährung der Verbraucher verbessert werden können. Wissenschaftler, internationale Forschungszentren und Pflanzenzüchter öffentlicher oder privater Organisationen werden von einem verbesserten Zugang zur genetischen Artenvielfalt profitieren. Tatsächlich haben die Vertragspartner den Zugang zu diesen genetischen Ressourcen garantiert. Jede öffentliche oder private Forschungs- oder Zuchtanstalt eines Landes, das den Vertrag unterzeichnet hat, kann Saatgut von unter den Vertrag fallenden Kulturpflanzenarten von einer öffentlichen Einrichtung in einem anderen Vertragsland beziehen. Das Saatgut ist kostenfrei und unterliegt keinen bilateralen Verhandlungen. Kritiker des Vertrags sind allerdings der Ansicht, dass er viele Fragen rund um diese Technologien offen gelassen habe einschließlich der Fragen nach den Rechten des geistigen Eigentums und der Patentierung genetischer Ressourcen.

Mein Booklet 0 0