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ESA verzögert Einsatz von Mars Express-Radar

Die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) hat entschieden, den für diese Woche geplanten Einsatz des MARSIS-Radars an Bord des Mars Express solange zu verschieben, bis die Ergebnisse laufender Tests vorliegen, die zeigen sollen, ob die Aktivierung des Geräts Schaden an der Raumso...

Die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) hat entschieden, den für diese Woche geplanten Einsatz des MARSIS-Radars an Bord des Mars Express solange zu verschieben, bis die Ergebnisse laufender Tests vorliegen, die zeigen sollen, ob die Aktivierung des Geräts Schaden an der Raumsonde verursachen wird. Die Hauptantenne des MARSIS-Radars besteht aus zwei Auslegern von jeweils 20m Länge, die eine Zylinderform mit einem Durchmesser von etwa 2,5cm haben. Die Antennenarme sind gegenwärtig in Boxen zusammengeklappt, die an den Mars-Orbiter der ESA angehängt sind. Sie spannen sich auf, wenn ihre Behälter geöffnet werden, und rasten nach zehn Minuten ein. Das MARSIS-Radar selbst soll durch Ausstrahlen von Radiowellen zum Mars den Untergrund des Planeten bis zu einer Tiefe von mehreren Kilometern erforschen und untersuchen, wie diese vom Material, auf das sie treffen, reflektiert werden. Dadurch erhofft man sich, Aufschlüsse über die mineralogische Zusammensetzung des Mars zu erhalten und das Vorhandensein von unterirdischem Wasser oder Eis aufzudecken. Vor vier Jahren führte das in Kalifornien ansässige Unternehmen Astro Aerospace, das die Antennenarme baute, Simulationen durch, die vermuten ließen, dass der Einsatz glatt verlaufen und nur zu geringem oder gar keinem Schwingen der Radararme führen würde. Allerdings hat das Unternehmen mittlerweile die ESA davor gewarnt, dass eine neue und verfeinerte Analyse die Möglichkeit eines "Backlash" zeigt, der einsetzt bevor die Arme vollständig in ihrer Position einrasten. Obwohl die ESA sagt, dass ein letzten Endes erfolgreicher Einsatz außer Frage stehe, sind die Leiter der Mars Express-Mission sehr bemüht, die Radararme nicht unangemessenem mechanischen Stress auszusetzen und sicherzustellen, dass sie bei ihrem Einsatz die Raumsonde nicht beschädigen. Sie werden daher die Ergebnisse weiterer Tests und Simulationen abwarten, die von dem MARSIS-Team und ihren Auftragnehmern aus der Industrie durchgeführt werden, um bestätigt zu haben, dass der Einsatz keinen Einfluss auf die Sicherheit von Mars Express selbst haben wird. Auf der Erde feiert die ESA derweil die Teilnahme Luxemburgs an ihren Sitzungen, was dem Großherzogtum die Türen zu einer vollen Mitgliedschaft ab spätestens Dezember 2005 öffnet. "Wir heißen Luxemburg herzlich bei der Europäischen Raumfahrtagentur willkommen", sagte der Generaldirektor der ESA, Jean-Jacques Dordain. "Luxemburg hat sich bereits durch seine Beteiligung an Intelsat, Eutelsat und Eurocontrol Raumfahrterfahrungen angeeignet und wird die europäische Dimension der ESA verstärken."

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