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Inhalt archiviert am 2023-01-20

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Unternehmen in der EU bemühen sich um die Anpassung an das Emissionshandelssystem (ETS)

Eine europaweite Umfrage hat ergeben, dass die Hälfte der großen Unternehmen in der EU noch nicht in der Lage ist, die Vorschriften des Emissionshandelssystems (ETS) der EU zu erfüllen. Die diesbezügliche Frist endet am 1. Januar 2005. Bei der von LogicaCMG in Großbritannien,...

Eine europaweite Umfrage hat ergeben, dass die Hälfte der großen Unternehmen in der EU noch nicht in der Lage ist, die Vorschriften des Emissionshandelssystems (ETS) der EU zu erfüllen. Die diesbezügliche Frist endet am 1. Januar 2005. Bei der von LogicaCMG in Großbritannien, den Niederlanden, Deutschland, Belgien, Italien, Spanien und Frankreich durchgeführten Umfrage wurden 250 hochrangige Vertreter von Unternehmen aus den Industriesektoren Stromerzeugung, Raffinerien, Zement und Stahl, Papier und Zellstoff, Schwerindustrie und Automobilbranche befragt. Das ETS erlegt den Unternehmen in diesen Branchen vorgeschriebene Ziele für die Reduzierung der CO2-Emissionen auf. Die Unternehmen können die Emissionen senken oder eine Sondergenehmigung erwerben. Denjenigen, die nicht darauf vorbereitet sind, drohen laut der Warnung aus diesem Bericht empfindliche Geldstrafen. Mit einer Geldstrafe in Höhe von 40 Euro pro Tonne unerlaubter CO2-Emission könnten sich die Geldstrafen für die Verursacher von starken Emissionen tatsächlich auf mehrere hundert Millionen Euro belaufen. "In der Annahme, dass 2005 das Startdatum ist, wird nur die Hälfte der Unternehmen bereit sein. Erheblich weniger in den Branchen Eisen und Stahl, Papier und Zellstoff sowie Automobil werden in der Lage sein, die Anforderungen des ETS zu erfüllen. Insgesamt ist derzeit nur ein Drittel der großen Unternehmen in Europa vorbereitet, auf die meisten wartet in den kommenden Monaten noch eine Menge Arbeit", erklärt der Bericht und fügt hinzu, dass es "nur wenige Monate vor dem geplanten Startdatum einen beträchtlichen Mangel an gründlichen Kenntnissen des Systems mit so weitreichenden Folgen" gibt. In der Umfrage wird auch gewarnt, dass Unternehmen, die hinsichtlich der Einhaltung der Werte keine großen Fortschritte erzielt haben, von den Verbrauchern dafür bestraft werden. Jeder dritte Verbraucher ist nämlich bereit, die Marke aus Gründen des Umweltschutzes zu wechseln, wenn das Unternehmen, von dem er regelmäßig Produkte und Dienstleistungen bezieht, die Auflagen nicht erfüllt. "Unsere Umfrage zeigt, dass sowohl die Verbraucher als auch die Industrie eine Senkung der Kohlenstoffemissionen befürworten, und die Verbraucher sind bereit, umweltfreundliche Waren und Dienstleistungen zu belohnen", erklärte Jim Yeats, leitender Direktor für Energie und Versorgungsunternehmen bei LogicaCMG. "Leider scheint es, als ob die meisten Unternehmen hinsichtlich der Erfüllung der Auflagen keine großen Fortschritte erzielt hätten [...] und sie werden die Konsequenzen dafür tragen müssen, und zwar nicht nur in Form von Geldbußen, sondern manchmal in Form der viel subtileren, und letztendlich doch viel wertvolleren Kundentreue."

Länder

Belgien, Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, Niederlande, Vereinigtes Königreich

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