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Inhalt archiviert am 2023-01-20

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Statistiken zu Frauen in der Wissenschaft belegen kaum Veränderungen

Aus den neuesten Eurostat-Daten geht hervor, dass in den EU-15-Ländern die Wachstumsrate für in den Natur- und Ingenieurwissenschaften beschäftigte Frauen höher liegt als für Männer, in den EU-25-Staaten jedoch nach wie vor für Männer ein höheres Wachstum zu verzeichnen ist al...

Aus den neuesten Eurostat-Daten geht hervor, dass in den EU-15-Ländern die Wachstumsrate für in den Natur- und Ingenieurwissenschaften beschäftigte Frauen höher liegt als für Männer, in den EU-25-Staaten jedoch nach wie vor für Männer ein höheres Wachstum zu verzeichnen ist als für Frauen. Weiterhin arbeiten in allen EU-Staaten mehr Männer als Frauen in natur- und ingenieurwissenschaftlichen Berufen. Europaweit gibt es mehr weibliche als männliche Hochschulabsolventen. Dennoch sind Frauen auch weiterhin in den natur- und ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen (S&E) unterrepräsentiert. In Portugal und Lettland ist der Anteil weiblicher Absolventen in natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtungen mit 42 bzw. 41 Prozent am höchsten. In Belgien, Deutschland, Österreich, den Niederlanden und Ungarn hingegen machen Frauen weniger als ein Viertel der gesamten Absolventen natur- und ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge aus. Die Situation ändert sich, wenn auch nur sehr langsam. Zwischen 1998 und 2001 stieg die Gesamtzahl der Hochschulabsolventen in Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik in den EU-15-Ländern um 17,1 Prozent. 38,8 Prozent dieses Zuwachses gingen auf weibliche Absolventen zurück. Die Zahl der Hochschulabsolventen in den Ingenieurwissenschaften erhöhte sich um 5,8 Prozent, mehr als die Hälfte davon (56,5 Prozent) waren Frauen. "Die Anstrengungen zur Erhöhung des Anteils von Frauen in Wissenschaft und Technologie haben erste Fortschritte gebracht", so EU-Forschungskommissar Philippe Busquin. "Nun ist es Sache der Regierungen, Universitäten und insbesondere der Industrie, Schritte einzuleiten, um diese positive Entwicklung in eine zunehmende Beschäftigung von Forscherinnen, vor allem in den Natur- und Ingenieurwissenschaften, münden zu lassen." Der Kommissar zeigt sich zurecht besorgt über das Verhältnis zwischen S&E-Hochschulabsolventinnen und die darauffolgende Art der Beschäftigung. Die meisten Frauen arbeiten nach ihrem wissenschaftlichen oder technischen Hochschulabschluss als technische Assistentinnen, nicht als Forscherinnen. Auch bei staatlichen Behörden und im Hochschulwesen stellen Forscherinnen immer noch die Minderheit dar. Dies gilt insbesondere für die Natur- und Ingenieurwissenschaften. Im Vergleich zum öffentlichen Sektor sind Frauen in der Privatwirtschaft noch wesentlich stärker unterrepräsentiert. In vielen Ländern sind im Vergleich zu Behörden und Bildungseinrichtungen nur halb so viele weibliche Forscher in der freien Wirtschaft beschäftigt. In Österreich, dem Land mit dem geringsten Anteil an Forscherinnen in der Industrie, ist noch nicht einmal jede zehnte Forscherstelle mit einer Frau besetzt.

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