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Inhalt archiviert am 2023-01-20

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Internationale Zusammenarbeit in der Weltraumforschung ist die Zukunft, so Lord Sainsbury

Auf einem Seminar zur Weltraumforschung anlässlich der Luftfahrtmesse in Farnborough, Großbritannien, forderte der britische Wissenschaftsminister Lord Sainsbury die internationale Gemeinschaft am 21. Juli zu einer verstärkten Zusammenarbeit auf, um die gemeinsamen Ziele der W...

Auf einem Seminar zur Weltraumforschung anlässlich der Luftfahrtmesse in Farnborough, Großbritannien, forderte der britische Wissenschaftsminister Lord Sainsbury die internationale Gemeinschaft am 21. Juli zu einer verstärkten Zusammenarbeit auf, um die gemeinsamen Ziele der Weltraumforschung zu erreichen. Eines der zentralen gemeinsamen Ziele, erläuterte der Minister, sei die optimale Nutzung des Potentials, das der Weltraum bietet, um eine breite Palette erstklassiger Dienste und Anwendungen zu entwickeln, die das tägliche Leben erleichtern. "Der Weltraum birgt ein enormes Potential für Verbesserungen im täglichen Leben. Dieses Potential kann durch die Kooperation mit internationalen Partnern optimal genutzt werden", führte Lord Sainsbury aus. "Wir verfolgen in einigen Bereichen unterschiedliche Ansätze und setzen oft andere Prioritäten und Ziele. Doch wir haben weitaus mehr gemein, und die Zusammenarbeit ist der beste Weg, um unsere vielfältigen Zielsetzungen zu erreichen." Als Beispiel verwies Lord Sainsbury auf die kürzlich abgeschlossene Vereinbarung zwischen der EU und den USA zur Kompatibilität und Nicht-Interferenz zwischen dem US-amerikanischen Satellitennavigationssystem GPS und dem neuen zivilen EU-Satellitennavigationssystem Galileo. "Über Galileo sollen eine Vielzahl qualitativ hochwertiger Dienste und Anwendungen zur Verfügung stehen. Gleichzeitig ist Galileo ein erstklassiges Beispiel für eine effektive Zusammenarbeit zwischen der ESA [Europäische Raumfahrtagentur] und der Europäischen Union im Interesse der Mitgliedstaaten", erläuterte der Minister und fügte hinzu, dass Galileo ein perfektes Beispiel dafür sei, wie die Weltraumforschung Dienste von breitem Nutzen hervorbringen könne. Der Minister sprach von erfolgreichen Beispielen für eine internationale Zusammenarbeit in vielen verschiedenen Feldern, z.B. in der Erdbeobachtung und der Planetenerkundung. Lord Sainsbury verwies darüber hinaus auf die Zusammenarbeit zwischen der ESA und der NASA im Bereich der Cassini-Huygens-Mission sowie auf Pläne zur Planetenerkundung, die derzeit auf beiden Seiten des Atlantiks entwickelt werden. "Ich freue mich, dass die NASA diese Initiative vorantreibt und bin gespannt auf neue Projekte mit gemeinsamen Zielen, bei denen eine Zusammenarbeit möglich ist. Die ESA arbeitet bereits seit einigen Jahren an der Entwicklung des Aurora-Programms zur Planentenerkundung, das viele Gemeinsamkeiten aufweist. Aurora nimmt nun langsam Formen an und ich bin zuversichtlich, dass ein Vorschlag vorgelegt wird, mit dessen Hilfe Großbritannien seine Ziele erreichen kann mit einem starken Fokus auf der Planetenerkundung über Robotertechnologien." Lord Sainsbury erläuterte, dass sich Großbritannien in der Weltraumforschung sehr stark auf die Robotertechnologie konzentriere, da diese "derzeit den bei weitem größten wissenschaftlichen Gegenwert im Verhältnis zu den Investitionen bietet." Jean-Jacques Dordain, Generaldirektor der ESA und einer der Redner in Farnborough, erklärte: "Die jüngsten erfolgreichen wissenschaftlichen Missionen der ESA - SMART 1, Mars Express, Cassini-Huygens, Rosetta - und die für die kommenden Jahre geplanten Missionen - beispielsweise Venus Express oder das James Webb-Weltraumteleskop - zeigen eindeutig, dass Europa bereits mit der Erkundung des Sonnensystems begonnen hat, und dies in enger Zusammenarbeit mit der NASA." "Wir von der ESA", fügte Dordain hinzu, "teilen mit unseren Kollegen von der NASA und anderen Weltraumagenturen ein ehrgeiziges Weltraumerkundungsprogramm mit dem Ziel, Menschen sicher auf den Mars und wieder zurück zur Erde zu bringen. Es besteht kein Zweifel daran, dass der Mensch in diesem Jahrhundert den Fuß auf den Roten Planeten setzen wird, und ich bin überzeugt davon, dass wir, sobald die Zeit gekommen ist, vielleicht nicht am Steuer, aber auf jeden Fall auf dem Beifahrersitz Platz nehmen werden, und dass Teile der "Rakete" das Markenzeichen "Made in Europe" tragen werden."

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