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Studie: Irische Regierung muss Ausgaben für F&E erhöhen

Laut einem neuen Bericht müssen die Wirtschaftsinvestitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) von 917 Millionen Euro in 2001 auf 2,5 Milliarden Euro in 2010 erhöht werden um sicherzustellen, dass Irland in der Weltwirtschaft wettbewerbsfähig bleibt. Der Bericht trägt den Ti...

Laut einem neuen Bericht müssen die Wirtschaftsinvestitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) von 917 Millionen Euro in 2001 auf 2,5 Milliarden Euro in 2010 erhöht werden um sicherzustellen, dass Irland in der Weltwirtschaft wettbewerbsfähig bleibt. Der Bericht trägt den Titel "Building Ireland's knowledge economy - the Irish Action Plan for increasing R&D to 2010". Er wurde von der Tanaiste (stellvertretenden Premierministerin) und Ministerin für Unternehmen, Handel und Beschäftigung Mary Harney als Reaktion auf das 2002 von den Staats- und Regierungschefs der EU vereinbarte Ziel von Barcelona, die F&E-Ausgaben bis 2010 auf drei Prozent des BIP zu erhöhen, in Auftrag gegeben. Derzeit liegen Irlands Ausgaben für F&E bei 1,4 Prozent im Vergleich zu 4,2 Prozent in leistungsstärkeren Ländern wie Schweden. Als Teil des Ziels von Barcelona müssen zwei Drittel der gesamten F&E-Investitionen aus dem Wirtschaftssektor stammen. Im Aktionsplan wird daher die Notwendigkeit herausgestellt, "eine nationale, innovationsfreundliche Kultur zur Unterstützung von Innovation, Risikobereitschaft und Unternehmertum" unter Geschäftsleuten und Forschern zu entwickeln. Im Bericht heißt es: "Irland hinkt anderen europäischen Ländern in Bezug auf eine unternehmerische Kultur immer noch hinterher." In der Vision für die Zukunft wird im Aktionsplan jedoch angegeben: "Bis 2010 wird Irland für die Erstklassigkeit seiner Forschung international bekannt sein und mit einer innovationsbasierten Kultur in vorderster Reihe bei der Schaffung und Anwendung von Wissen für den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt stehen." Laut Bericht sind Verbesserungen in der F&E-Leistung, insbesondere im Privatsektor, dringend notwendig, um Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit "in einer zunehmend globalen, wissensbasierten Wirtschaft" aufrechtzuerhalten. Tatsächlich fanden die Verfasser heraus, dass die Investitionen in F&E in den vergangenen Jahren zwar gestiegen sind, die Finanzierung in Schlüsselbereichen der Wirtschaft jedoch geringer ausfiel als in anderen führenden wissensbasierten Volkswirtschaften. Im Plan wird daher die Einsetzung einer nationalen Strategie gefordert, um die Forschungsausgaben im Bildungssektor und im öffentlichen Sektor von 422 Millionen Euro in 2001 auf 1,1 Milliarden Euro in 2010 (oder 0,8 Prozent des BIP) zu steigern. Des Weiteren wird im Bericht eine Neuausrichtung des Wirtschaftsförderungsbudgets in Richtung F&E sowie die Entwicklung eines neuen und weniger bürokratischen Ansatzes für die F&E-Förderung vorgeschlagen, mit dem ein systematischer und kontinuierlicher Forschungsansatz innerhalb der Unternehmen gefördert werden soll. Im Aktionsplan werden Ziele für die Steigerung der Anzahl der mit F&E befassten irischen und ausländischen Unternehmen gesetzt, wobei angegeben wird, dass sich die Zahl der einheimischen Unternehmen mit geringfügigen F&E-Aktivitäten von 525 in 2001 auf 1050 in 2010 verdoppeln müsse, während die Zahl irischer Unternehmen, die F&E-Aktivitäten in signifikantem Umfang durchführen (über 2 Millionen Euro) über den gleichen Zeitraum von 26 auf 100 steigen solle. Ebenso solle sich die Anzahl ausländischer Unternehmen mit geringfügigen F&E-Aktivitäten (über 100.000 Euro) von 239 auf 520 verdoppeln und die Anzahl ausländischer Unternehmen mit signifikanten F&E-Aktivitäten von 47 auf 150 steigen. Eine weitere im Bericht gegebene Empfehlung konzentriert sich auf die Notwendigkeit, die Zahl der Forscher in Irland auf 9,3 pro 1000 Erwerbstätige zu steigern, indem das richtige Umfeld und entsprechende Karriereaussichten geboten werden, um Weltklasseforscher aus anderen Ländern anzulocken. "Indem F&E ins Zentrum unserer Wirtschaft gestellt, die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit durch F&E gesteigert und ein Umfeld geschaffen wird, in dem es durch nationale Strategien und nicht durch individuelles Glück [ ... ] zu Innovation kommt, wird es uns als einer kleinen, offenen Volkswirtschaft gelingen, den Lebensstandard und die Lebensqualität unserer Bevölkerung zu erhöhen", schließt der Bericht. Der irische Kabinettsausschuss für Wissenschaft, Technologie und Innovation kündigte an, dass er in den kommenden Wochen über den Aktionsplan beraten werde.

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Irland

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