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Inhalt archiviert am 2023-01-20

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Britischer Bericht: Mangelnde Finanzen und Sprachkenntnisse stellen größte Hindernisse für Studentenmobilität dar

Im Vereinigten Königreich wurde ein Forschungsprojekt zur Abnahme der Auslandsmobilität von Erasmus-Studenten des Vereinigten Königreichs im Vergleich zu anderen EU-Ländern sowie dem Ungleichgewicht zwischen den im Vereinigten Königreich studierenden ausländischen Studenten un...

Im Vereinigten Königreich wurde ein Forschungsprojekt zur Abnahme der Auslandsmobilität von Erasmus-Studenten des Vereinigten Königreichs im Vergleich zu anderen EU-Ländern sowie dem Ungleichgewicht zwischen den im Vereinigten Königreich studierenden ausländischen Studenten und den britischen Studenten, die im Ausland studieren, durchgeführt. Im Rahmen des Projekts wurden die Ursachen hierfür identifiziert. Es wurde eine direkte Verbindung zwischen der Abnahme der internationalen Mobilität und dem Rückgang der Zahl der Studenten festgestellt, die Fremdsprachen lernen. Die Analyse wurde vom Sussex Centre for Migration Research der University of Sussex durchgeführt und war nach umfassenden Diskussionen der beteiligten Akteure in Auftrag gegeben worden. Bei diesen Diskussionen stellte sich heraus, dass "es zwar viele anekdotische Belege für die zugrunde liegenden Ursachen des Ungleichgewichts gab, jedoch nur wenige Daten verfügbar waren und Wissenslücken bestanden". In dem Bericht wurden die unterschiedlichen Arten von Mobilität britischer Studenten untersucht, die Faktoren, die die Mobilitätsentscheidungen der Studenten beeinflussen, sowie die Art und Weise, in der Hochschuleinrichtungen mit der Mobilität umgehen. Hierzu wurden diverse zuvor unzusammenhängende Daten mit Ergebnissen aus speziell in Auftrag gegebenen Studien zusammengeführt sowie eine neue Analyse bereits existierender Daten vorgenommen. Obgleich das Vereinigte Königreich eine höhere Auslandsmobilität vorweisen kann als andere englischsprachige Länder wie z.B. die USA oder Australien, ist die Mobilität geringer als in den meisten anderen EU-Ländern. Des Weiteren kommen auf einen im Ausland studierenden britischen Studenten zwei ausländische Studenten, die im Vereinigten Königreich studieren. Daher besteht die Sorge, dass durch eine geringe internationale Mobilität die Anzahl der kosmopolitischen und mehrsprachigen Absolventen sinken wird, was der Wettbewerbsfähigkeit des Vereinigten Königreichs schaden würde. In der Studie wurde festgestellt, dass ein Mangel an sprachlichen Fähigkeiten für Studenten den Hauptgrund darstellt, nicht in ein nicht anglophones Land zu gehen. Das am zweithäufigsten genannte Hemmnis für die Studentenmobilität waren Bedenken in Bezug auf die mit einem Auslandsstudium verbundenen finanziellen Folgen. Außerdem deuteten die Ergebnisse darauf hin, dass anstelle reiner Studienaufenthalte eine zunehmende Nachfrage nach der Vermittlung von Voll- oder Teilzeitpraktika herrscht. Der Bericht weist darauf hin, dass der Rückgang der Mobilität britischer Erasmusstudenten nach Europa der Zunahme anderer Arten der Studentenmobilität und Strömen zu anderen Zielen gegenüber gestellt werden sollte: "Es wäre möglich, dass die Abnahme der britischen Auslandsmobilität in andere europäische Länder von einem komplexen Zusammenspiel verschiedener Faktoren beeinflusst wird, wie z.B. der Abnahme der sprachlichen Fähigkeiten, der begrenzten Möglichkeiten bezahlter Praktika sowie den empfundenen hohen Standards und der Marktgängigkeit der USA oder anderer anglophoner Bildungssysteme." Insbesondere in Bezug auf das Ungleichgewicht zwischen im Vereinigten Königreich studierenden ausländischen Studenten und britischen im Ausland studierenden Studenten wird in dem Bericht festgehalten, dass nur ein Drittel der Hochschuleinrichtungen ein spezifisches Programm für Studentenmobilität besitzt und dass die Förderung der Auslandsmobilität in den meisten Hochschulen weniger Priorität hat als die fortwährende Anwerbung Gebühren zahlender Studenten aus Übersee. Die Vorteile der internationalen Mobilität liegen allerdings auf der Hand, denn 90 Prozent der Studenten, die einen Teil ihres Studiums im Ausland verbrachten, glauben, dass diese Erfahrung sie in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung vorangebracht hat. Von den Studenten mit Auslandserfahrung berichten nur relativ wenige von größeren Problemen. Die am häufigsten genannte Schwierigkeit, nämlich Geld, wurde lediglich von 22 Prozent der Studenten angegeben. Die Verfasser der Studie weisen darauf hin, dass sich aus ihrer Arbeit eine Reihe politischer Folgen ergebe. Zunächst weisen sie auf den Bedarf an vollständigeren und regelmäßiger gesammelten Daten zur Studentenmobilität hin sowie auf die Notwendigkeit, dass Hochschuleinrichtungen die Studentenmobilität in Universitäten, Colleges und Schulen aktiver fördern müssen. Sie führen an, dass mangelnde Finanzen und Sprachkenntnisse die internationale Mobilität behindern. Außerdem gebe es zu wenige Arbeitsprogramme und gemischte Programme aus Arbeit und Studium, die dem derzeitigen Bedarf der Studenten entsprechen. Die Fremdsprachenausbildung solle auf allen Ebenen des britischen Bildungssystems überprüft werden. Außerdem solle überlegt werden, auf welche Weise die internationale Mobilität auf Studenten unterschiedlichster sozialer und finanzieller Herkunft ausgeweitet werden könne, schließen die Verfasser. Schließlich wird in dem Bericht empfohlen, weiterhin Forschung zu den Vorteilen und Folgen studentischer Mobilität zu betreiben, insbesondere im Hinblick darauf, ob die internationale Mobilität britischen Absolventen auf dem Arbeitsmarkt einen höheren Wert verleiht und wie dies dem Vereinigten Königreich insgesamt zugute kommt.

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Vereinigtes Königreich

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