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Inhalt archiviert am 2023-01-20

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Schwedische Studie: Für wissenschaftliche Experimente stehen nicht genug Affen zur Verfügung

Laut einem schwedischen Expertenteam der Universität Uppsala werden durch einen Mangel an für die medizinische Forschung zur Verfügung stehenden Primaten globale Bemühungen behindert, ein Mittel gegen AIDS und andere Krankheiten zu finden. Beim ersten weltweiten Audit von Stu...

Laut einem schwedischen Expertenteam der Universität Uppsala werden durch einen Mangel an für die medizinische Forschung zur Verfügung stehenden Primaten globale Bemühungen behindert, ein Mittel gegen AIDS und andere Krankheiten zu finden. Beim ersten weltweiten Audit von Studien an nichtmenschlichen Primaten, das in der Fachzeitschrift New Scientist veröffentlicht wurde, ergab sich eine Zahl von 4.411 Studien, bei denen Experimente an über 41.000 Einzeltieren durchgeführt wurden. Die schwedischen Forscher schätzen, dass bis zu 200.000 Primaten jährlich für die wissenschaftliche Forschung eingesetzt werden könnten. Sie fügen jedoch hinzu, dass diese Zahlen zwar hoch erscheinen mögen, sich in Wirklichkeit dahinter jedoch ein akuter Mangel an Affen und Gorillas, die für die wissenschaftliche Forschung zur Verfügung stehen, verberge. Die Nachfrage nach diesen Tieren ist in den letzten Jahren gestiegen, zum Teil aufgrund der Notwendigkeit, für die HIV- und AIDS-Forschung dem Menschen eng verwandte Arten einzusetzen. "Dieser Mangel", erklären die Forscher, "könnte bahnbrechende Fortschritte im Bereich der neurologischen Erkrankungen, HIV, Arzneimittelentwicklung und Genetik behindern." Viele Forschungsprojekte mussten aus diesem Grund bereits aufgegeben werden. Professor Colin Blakemore, Vorsitzender des britischen Medical Research Council, erklärte gegenüber dem New Scientist: "Es ist absolut richtig, dass es in Anbetracht des immer noch hohen Forschungsbedarfs einen signifikanten Mangel an Primaten gibt." Er fügte hinzu, dass trotz "großem Druck, keine Tiere einzusetzen" die Durchführung von Experimenten an Affen in einigen Forschungsbereichen die einzige Option sei. Der Mangel an Primaten bremse jedoch nicht nur die Suche nach lebensrettenden Behandlungen, sondern habe auch Einfluss auf das Wohlergehen der Tiere, erklärte Hans-Erik Carlsson, der die schwedische Studie leitete. Tatsächlich müssen Wissenschaftler oft einzelne Primaten in mehreren Studien nacheinander einsetzen. "Ich habe Protokolle gesehen, in denen die Tiere sechs oder sieben Mal eingesetzt wurden", gab Dr. Carlsson an. Da in Forschungsberichten oft die Bedingungen, unter denen die Primaten gehalten wurden, oder auch ihre Forschungsgeschichte nicht erwähnt werden, ist es schwierig, die wissenschaftliche Gültigkeit der Experimente zu beurteilen. Die Wissenschaftler können nur schwer beurteilen, ob sie ihre gegenseitige Arbeit korrekt reproduzieren.

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