Skip to main content
Weiter zur Homepage der Europäischen Kommission (öffnet in neuem Fenster)
Deutsch de
CORDIS - Forschungsergebnisse der EU
CORDIS

Article Category

Inhalt archiviert am 2023-01-20

Article available in the following languages:

Dänische Wissenschaftlerin fordert Europäischen Evaluationsraum als Ergänzung zum Europäischen Forschungsraum

Europa benötigt nach Aussage einer dänischen Wissenschaftlerin einen Europäischen Evaluationsraum mit neuen europäischen Instrumenten und Maßnahmen, um wettbewerbsfähigere und erfolgreiche europäische Forschungsprogramme auf den Weg zu bringen. Auf einer kürzlich veranstaltet...

Europa benötigt nach Aussage einer dänischen Wissenschaftlerin einen Europäischen Evaluationsraum mit neuen europäischen Instrumenten und Maßnahmen, um wettbewerbsfähigere und erfolgreiche europäische Forschungsprogramme auf den Weg zu bringen. Auf einer kürzlich veranstalteten Konferenz zur Bewertung europäischer Forschungsprogramme im Europäischen Forschungsraum (EFR) wies Dr. Karen Siune, Leiterin des Danish Centre for Studies in Research and Research Policy, mit Nachdruck darauf hin, dass die Evaluation europäischer Forschungsprogramme eine Herausforderung für die Bewertungsmethodik darstelle und es unerlässlich sei, mit dem Einsatz auf paneuropäischer Ebene vergleichbarer Evaluationen zu beginnen. "Derzeit", so Dr. Siune, "sind die Ziele der europäischen Forschungsprogramme derart hochgesteckt, dass man sie kaum als Ziele für eine Evaluation verwenden kann. Diese Programme sollen dazu dienen, die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie zu fördern, die europäischen Forschungskapazitäten und den Europäischen Forschungsraum auszubauen sowie zur Wettbewerbsfähigkeit Europas und zum Ziel von Barcelona beizutragen. Wie können wir all diese Ziele bewerten? Welches sind die geeigneten Evaluationsinstrumente und -methoden?" fragte Dr. Siune. Nach Aussage von Dr. Siune liegen die Hauptprobleme in Bezug auf die Bewertung europäischer Programme darin, dass Evaluationen häufig sehr kurzfristig angelegt sind und die Wissenschaftspolitik dazu neigt, sich auf Innovation und nicht auf die Wissenschaft selbst zu konzentrieren. Darüber hinaus, so Dr. Siune, "erhöht sich durch den häufigen Rückgriff auf Peer Reviews die Gefahr problematischer Evaluationen neuer und neu entstehender Problembereiche und interdisziplinärer Aktivitäten." "Außerdem wird der Effizienz, der Kontrolle und den praktischen Auswirkungen ein zu hoher Stellenwert eingeräumt", betonte Dr. Siune. "Dies bedeutet, dass es nicht möglich ist, im Rahmen von Evaluationen diese drei Aspekte gleichzeitig abzudecken." Evaluationen sind eine systematische Beleuchtung von Forschungsaktivitäten unter Berücksichtigung der verfolgten Zielsetzungen. Allerdings, so Dr. Siune, seien die Ziele oft auf unterschiedlichen Ebenen angesiedelt und können daher nur schwer gemeinsam bewertet werden. Sie fügte jedoch hinzu, dass Evaluationen in der Zukunft sogar verstärkt von den politischen Entscheidungsträgern als Teil der verfügbaren Kontrollmechanismen eingesetzt werden. "Wir müssen daher mehr tun, um das Problem zu lösen. Wir müssen einen Europäischen Evaluationsraum mit einer einheitlichen Datenerfassung, auf paneuropäischer Ebene vergleichbaren Instrumenten und besser koordinierten sowie umfassenderen Bewertungsverfahren einrichten", erklärte Dr. Siune. Abschließend drängte die Wissenschaftlerin die EU, sich für neue Wege zur Erreichung des angestrebten Ziels zu öffnen und von unterschiedlichen Modellen weltweit zu lernen.

Mein Booklet 0 0