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Laut Fischer Boel sind Forschung und Innovation für die zukünftige Agrarpolitik wesentlich

Für Mariann Fischer Boel, EU-Kommissarin für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, heißt das Schlüsselwort für die Zukunft der Politiken im Bereich Landwirtschaft und ländliche Entwicklung Innovation. In ihrer Rede vor dem Ost-West-Agrarforum in Berlin am 22. Januar beto...

Für Mariann Fischer Boel, EU-Kommissarin für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, heißt das Schlüsselwort für die Zukunft der Politiken im Bereich Landwirtschaft und ländliche Entwicklung Innovation. In ihrer Rede vor dem Ost-West-Agrarforum in Berlin am 22. Januar betonte Frau Fischer Boel die wichtige Rolle, die Forschung und Universitäten bei der Entwicklung neuer Formen der landwirtschaftlichen Praxis, die gleichermaßen nachhaltig und wirtschaftlich realisierbar sind, zu spielen haben. "Meiner Ansicht nach brauchen wir für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation einen umfassenden Ansatz. Wie in anderen Sektoren müssen wir gute Forschung und Entwicklung aus dem Labor in die Nahrungsmittelindustrie und in die landwirtschaftlichen Betriebe bringen", meinte die Kommissarin. Wie Fischer Boel erklärte, hat das Sechste Rahmenprogramm (RP6) bereits viel getan, um die technologische Innovation zu stimulieren und den Einsatz von Forschungsergebnissen sowie den Transfer von Wissen und Technologien in die Bereiche der Landwirtschaft und der ländlichen Entwicklung zu fördern. "Wichtiger ist vielleicht, dass das Siebte Rahmenprogramm auf unseren bisherigen Leistungen aufbauen wird und es noch wichtiger ist, die Forschung in Richtung eines zunehmend nachhaltigen Europas voranzubringen. Es ist ganz selbstverständlich, dass die Landwirtschaft eng mit der Nachhaltigkeit insgesamt verknüpft ist und dass die Landwirtschaftsforschung eine wichtige Rolle bei der derzeitigen "Vergrünung" der GAP (Gemeinsamen Agrarpolitik) zu spielen hat." Fischer Boel weiter: "Das RP7 wird anerkennen, dass die Landwirtschaft eine wichtige Quelle für erneuerbare Ressourcen darstellt und dass sie zwar für eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der EU eingesetzt werden sollte, aber auch dazu beitragen kann, dass wir die Ziele von Kyoto erreichen und uns weniger abhängig von Energieimporten machen." Nach Frau Fischer Boel wird das neue Europäische Strategiedokument für ländliche Entwicklung eine klare Verknüpfung zwischen der ländlichen Entwicklung und der Strategie von Lissabon herstellen. Es wird die Grundlage für einen strategischeren Ansatz für Wettbewerbsfähigkeit, Schaffung von Arbeitsplätzen und Innovation in ländlichen Gebieten durch neue Ausbildungs- und Investitionsmaßnahmen schaffen. Diese Maßnahmen werden 1) helfen, die Effizienz der landwirtschaftlichen Betriebe zu steigern, 2) neue Absatzmärkte für die Produktion eröffnen, 3) eine nachhaltigere Nutzung der Ressourcen unterstützen und 4) hoffentlich die Nutzung erneuerbarer Energien fördern. Des Weiteren würde die Verbesserung der lokalen Dienstleistungen und Infrastrukturen, beispielsweise durch die Anbindung der Dörfer an die Informationstechnologien (IT), auch Menschen in abgelegenen ländlichen Gebieten neue Türen öffnen, indem Beschäftigungs- und Bildungsmöglichkeiten sowie Zugang verbessert werden. Als Teil der neuen Politik der ländlichen Entwicklung erhalten auch Investitionsmaßnahmen zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der Sektoren Landwirtschaft und Nahrungsmittelverarbeitung Priorität. Mit einer Politik für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, die sich zunehmend auf Innovation konzentriert, "führt die Europäische Kommission", so Fischer Boel, "einen Rahmen für gezielte Politiken weiter, die sich auf Investitionen in Wettbewerbsfähigkeit, aber auch auf ländliche Lebensfähigkeit, Lebensqualität und nachhaltige Landwirtschaft sowie auf die Schaffung von Arbeitsplätzen und neuen Einkommensmöglichkeiten für Landwirte und deren Familien konzentrieren".