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Forstwirtschaftliche Industrie stellt Vision für 2030 vor

Es wurde eine Technologieplattform eröffnet, die verschiedene Akteure in der forstwirtschaftlichen Industrie um eine gemeinsame Vision für 2030 versammelt. In dieser Vision kommt dem europäischen Waldsektor eine Schlüsselrolle für die Nachhaltigkeit zu, er steigert seine Wet...

Es wurde eine Technologieplattform eröffnet, die verschiedene Akteure in der forstwirtschaftlichen Industrie um eine gemeinsame Vision für 2030 versammelt. In dieser Vision kommt dem europäischen Waldsektor eine Schlüsselrolle für die Nachhaltigkeit zu, er steigert seine Wettbewerbsfähigkeit, während die erweiterte Nutzung von erneuerbaren Waldressourcen gefördert wird, und er leistet durch kundenorientierte Produkte auf biologischer Basis einen positiven Beitrag zur Gesellschaft. Janez Potocnik, EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung, begrüßte die Einführung der Plattform: "In der heutigen globalen Wirtschaft geht es um die Umwandlung von Ideen und Wissen in nachhaltige Lösungen, wettbewerbsfähige Produkte und innovative Anwendungen. Im europäischen forstwirtschaftlichen Sektor gibt es ein großes Innovationspotenzial. Durch eine Zusammenlegung der Bemühungen in FuE [Forschung und Entwicklung] und der Investitionen auf europäischer Ebene kann diese Industrie zu einem technologischen Zugpferd werden." Wälder sind der Ausgangspunkt für zahlreiche Produkte und Dienstleistungen - von Möbeln über Papier bis hin zu Energie und Chemikalien. Heute ist die EU weltweit hinsichtlich der in diesem Sektor verwendeten Technologie führend, und sie hat sowohl innovative Maschinen und Chemikalien für den Holzverarbeitungsprozess als auch die technologischen Fähigkeiten hervorgebracht, die für das Managen der Wälder und den Bau von Produktionsstandorten erforderlich sind. Die Forschung - und vor allem die Grundlagenforschung - wird vorwiegend in Instituten und Universitäten durchgeführt, obwohl einige Unternehmen in Forschung investieren, die auf die Produktentwicklung ausgerichtet ist. Der Sektor ist weiterhin fragmentiert, und auch dieses Problem soll die neue Technologieplattform angehen. Die die Plattform koordinierende hochrangige Gruppe hat bereits eine Liste mit strategischen Zielen aufgestellt, die zur Realisierung dieser Vision für 2030 erreicht werden müssen. Dazu gehören eine Stärkung der Verfügbarkeit und der Nutzung der Waldbiomasse, die Entwicklung intelligenter und effizienter Herstellungsprozesse, die Verbesserung der wissenschaftlichen Basis des Sektors durch Nutzung aufkommender Wissenschaften und eine Verbesserung der Kommunikation mit Öffentlichkeit und politischen Entscheidungsträgern. Die Plattform wird nun mit der Ausarbeitung einer strategischen Forschungsagenda und eines Implementierungsplans beginnen. Die Technologieplattform wurde am 15. Februar im Rahmen des Forest-Based Industries Forums in Brüssel ins Leben gerufen. Am selben Tag wurde ebenfalls in Brüssel ein interregionales Projekt zum Management der ländlichen und bewaldeten Gebiete bekannt gegeben. Das Projekt Robinwood wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms INTERREG III mit sieben Millionen Euro gefördert. Die Projektpartner wollen die Waldressourcen, den Holzsektor und den Bodenschutz neu beleben und die Nutzung der Waldbiomasse für die Energiegewinnung weiterentwickeln. An Robinwood sind die Regionen Ligurien (Italien), Brandenburg (Deutschland), Murcia (Spanien), Wales (GB), Pommern (Polen) und die östliche Slowakei beteiligt.