Neuseeland fördert internationale Forschungszusammenarbeit
Ein neuer Fonds in Neuseeland, der die Beteiligung des Landes an internationalen Projekten fördern soll, scheint die gewünschte Wirkung zu haben. Sechs Projekte wurden für eine Förderung unter dem International Investment Opportunities Fund (IIOF) ausgewählt. Mit Ausnahme eines Projekts haben alle mindestens einen europäischen Partner. Der Gesamtwert der eingereichten Vorschläge überstieg bei weitem das verfügbare Budget von 1,4 Millionen NZ-Dollar (0,77 Millionen Euro). Das Ministerium für Forschung, Wissenschaft und Technologie war von der Qualität der Vorschläge beeindruckt und sehr zufrieden, dass ein Bedarf für den Fonds besteht, und wird daher die Art von Initiativen, die unter dem IIOF gefördert werden, weiter ausdehnen. Nach Aussage von Roger Ridley, Referent für Investitionen und Leistung des Ministeriums, sollen auch die verfügbaren Mittel erhöht werden. Wichtigstes Ziel des Fonds sei es, mögliche Differenzen bei den Förderzyklen zu vermeiden, die in der Vergangenheit dazu geführt haben, dass neuseeländische Forscher leer ausgingen. Unter den geförderten Forschungsvorhaben ist ein Projekt, in dem kosteneffiziente Instrumente für das Risikomanagement und Rückverfolgbarkeitssysteme für marine Biotoxine in Meeresfrüchten entwickelt werden sollen. An diesem EU-Projekt mit dem Namen BIOTOX sind auch Norwegen, Irland, die Niederlande, Italien, Belgien und Frankreich beteiligt. Acht europäische Länder sind gemeinsam mit Neuseeland an einem Projekt beteiligt, bei dem es um zukünftige Möglichkeiten für die Umsetzung der technischen Überwachung von Kraftfahrzeugen geht. Weitere Projekte beschäftigen sich mit den internen Signalen in Zellen, Neutronenuntersuchungen sowie der Signalübertragung durch Melanocortin-Rezeptoren. Überdies wird Neuseeland neben Deutschland, den USA und Australien dem neu gegründeten Total Carbon Column Observing Network (TCCON) beitreten. Durch die Messung der Dichte von Treibhausgasen wie Kohlendioxid, Methan und Stickoxid hoffen die Wissenschaftler, ein besseres Verständnis des Nettoflusses dieser Gase von der Oberfläche der Erde zu erlangen. Dies ermöglicht die Vorhersage von künftigen Treibhausgaskonzentrationen und führt letztlich zu einem besseren Verständnis dafür, wie die Klimaerwärmung zeitlich abläuft und wie stark sind sein wird.