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Inhalt archiviert am 2023-03-01

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European Brain Council-Bericht verdeutlicht Bedarf an Intensivierung der Hirnforschung

Im Rahmen der Veröffentlichung eines Berichtes, in dem festgestellt wird, dass 127 Millionen Europäer unter Hirnkrankheiten leiden und dass sich die diesbezüglichen finanziellen Kosten im Jahr 2004 auf 386 Milliarden Euro beliefen, empfiehlt der European Brain Council (EBC) ei...

Im Rahmen der Veröffentlichung eines Berichtes, in dem festgestellt wird, dass 127 Millionen Europäer unter Hirnkrankheiten leiden und dass sich die diesbezüglichen finanziellen Kosten im Jahr 2004 auf 386 Milliarden Euro beliefen, empfiehlt der European Brain Council (EBC) eine Intensivierung der Forschungsanstrengungen in diesem Bereich. Im Mittelpunkt des Berichts mit dem Titel "Cost of Disorders of the Brain in Europe" ("Kosten für die Behandlung von Hirnfunktionsstörungen in Europa") stehen die Kosten für die zwölf häufigsten Hirnfunktionsstörungen in Verbindung mit psychischen und somatischen Krankheiten. Die besagten Kosten schließen Gesundheitsleistungen sowie private und öffentliche Ausgaben außerhalb des Medizinsektors (beispielsweise Kosten für Pflegeheime) und indirekte Kosten (Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, Krankheitstage und Frühpensionierung) ein. Hirnkrankheiten verursachen in Europa Kosten in Höhe von 386 Milliarden Euro. Das sind laut Bericht 829 Euro pro europäischem Einwohner. Doch trotz dieser Zahlen wurde die Hirnforschung in der Vergangenheit auf nationaler wie auch auf EU-Ebene nur mit relativ geringen Mitteln unterstützt. Beispielsweise wurden der Hirnforschung im Rahmen des Fünften Rahmenprogramms (RP5) von 1998 bis 2002 nur acht Prozent der für Biowissenschaften veranschlagten Mittel zugewiesen. Allerdings soll sich dies mit dem RP7 ändern. "Ich freue mich, dass die Hirnforschung und die Erforschung von Hirnkrankheiten eigens im Vorschlag der Kommission [für das RP7] genannt werden und hoffe, dass dies dazu beitragen wird, neue Erkenntnisse und Behandlungsmethoden zu finden", sagte das britische MdEP, John Bowis, der den EBC-Bericht unterstützte. "Diese Investitionen könnten sich sehr bezahlt machen - sowohl in ökonomischer Hinsicht als auch hinsichtlich einer verbesserten Lebensqualität der Patienten", so Bowis. Der EBC-Bericht "verdeutlicht das Ausmaß der Herausforderungen, vor denen wir stehen. Das betrifft sowohl das Leiden der einzelnen Menschen als auch die durch Hirnkrankheiten verursachten sozioökonomischen Kosten", erklärte der EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung, Janez Potocnik. "Ich bin zuversichtlich, dass Europa mit umfassenden und koordinierten Maßnahmen das Potenzial hat, die Herausforderung von Hirnkrankheiten für die einzelnen Menschen und für die Gesellschaft zu meistern", fügte er hinzu. Neben der Erhöhung der Mittel für Hirnforschung empfiehlt der EBC zusätzlich, die Anstrengungen im Bereich der Gesundheitsleistungen zu verbessern und die hirnbezogene Themen in medizinischen Hochschulen und als Teil der biowissenschaftlichen Ausbildung verstärkt zu behandeln.

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