EU-Projekt ermöglicht besseren Nachweis von Pestiziden in der Umwelt
Wissenschaftler haben Sensoren entwickelt, die Pestizide in Wasser- und anderen Umweltproben nachweisen. Diese neue Testmethode, die durch EU-Finanzierung ermöglicht wurde, ist empfindlicher als alle bisher verwendeten Nachweise. Das Projekt SAFEGUARD (Sensor arrays for environmental, generic and routine detection of pesticides) wurde mit 1,23 Millionen Euro unter dem vorrangigen Themenbereich "Lebensqualität" des Fünften Rahmenprogramms (RP5) gefördert. An der Initiative waren sieben Partner aus vier europäischen Ländern beteiligt: das VK, Frankreich, Griechenland und Irland. Das Projekt konzentrierte sich in erster Linie auf die Entwicklung von Biosensoren auf der Grundlage von speziell hergestellten Enzymen, so genannte Cholinesterase, auf die viele Pestizide wirken. Die SAFEGUARD-Partner haben jedoch nicht nur die Biosensoren selbst entwickelt, sondern auch ein spezielles Instrumentarium und die dazugehörige Software für die Erkennung, Quantifizierung und das Monitoring der von Pestiziden verursachten Umweltverschmutzung. "Dieses Projekt erlaubt den Nachweis von Pestiziden, wie zum Beispiel Paraxon, für Umweltschutzanwendungen, und dies in solch geringen Konzentrationen, die bis heute nicht nachweisbar waren", erklärt Projektkoordinator Séamus Higson von der Cranfield University im VK. Professor Higson erläutert, dass die Enzyme mit molekularbiologischen Methoden hergestellt werden, sodass sie selektiv auf Pestizide reagieren können, und zwar in Wasser und anderen Proben und bei Konzentrationen, die weit unter den empfohlenen Grenzwerten liegen. "Diese Arbeit bietet ein neues Instrument für Umweltschutzzwecke, das sowohl in Feld- als auch in Laborversuchen eingesetzt werden kann", fügte er hinzu. Die Partner haben die Arbeit zu verschiedenen Elementen des Projekts zusammengeführt und konnten dadurch auch Prototypen der Laborinstrumente entwickeln, die sowohl die Pestizid-Sensorarrays selbst als auch spezielle Systeme zur "Entwirrung" der Daten in sich vereinen. Und schließlich wurden im Rahmen des Projektes auch standardisierte Messtechniken definiert, die bei der Nutzung der Sensorarrays anzuwenden sind.